Die beiden Tatverdächtigen sind amtsbekannt: Gegen einen Jugendlichen läuft in Paris bereits seit einem Jahr eine gerichtliche Erziehungsmaßnahme wegen eines Diebstahls. Im Oktober dann wurden beide Jugendlichen wegen Diebstahls unter Anwendung von Gewalt vorgeführt. Jetzt droht ihnen wegen der tödlichen Messerattacke eine lebenslange Haftstrafe.
Die zwei Jugendlichen sprachen den 14-jährigen Elias an. als dieser am Weg zum Fußballtraining war: Sie fordern sein Handy. Als der Bursch sich weigert, sticht einer der Tatverdächtigen mit einem Messer zu, teilt die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Elias wird schwer an der Schulter verletzt.
Ein Freund des Opfers leistet sofort Erste Hilfe und unterstützt die Polizei später bei der Identifizierung der beiden mutmaßlichen Täter. Trotz aller Bemühungen stirbt der Teenager am Samstagnachmittag in der Pariser Uniklinik an seinen Verletzungen.
Sein Fußballklub Pitray Olier (PO) reagiert bestürzt auf die Nachricht. Seelsorger kümmern sich um Mitspieler und Eltern und bieten psychologische Betreuung an.
Laut den französischen Medien ist der Überfall auf Elias kein Einzelfall. Immer häufiger kommt es in Paris unter Jugendlichen zu Gewaltverbrechen. Kurz vor Weihnachten starb ein 16-jähriger Bursch bei einem Bandenstreit an einer Schule. Innenminister Bruno Retailleau fordert daher dringende Maßnahmen, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung wiederherzustellen und die Straflosigkeit unter Jugendlichen zu bekämpfen.
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