440.000-Euro-Jahresgage für einen Frühstücksradio-Moderator (im APA-Bild unten links), Luxus-Dienstautos für Abteilungsleiter, Mega-Gehälter für die Chefs der ORF-Landesstudios und auch für den Betriebsrat, 3200 Mitarbeiter: Beim ORF ließe sich vielleicht doch so einiges sparen, wenn man allein auf die Gagen der 30 Top-Verdiener des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks ansieht (exxtra24 hat berichtet).
Der Generaldirektor des ORF sieht das aber anders: Roland Weißmann richtet der neuen ÖVP-SPÖ-Regierung schon jetzt über ein Interview mit der APA aus, dass der Staatsfunk nicht weiter sparen könne.
Zitat: „Der ORF-Sparplan sieht für heuer 80 Millionen Euro und im kommenden Jahr 104 Millionen Euro vor. Der ORF hat immer bewiesen, dass er mit Sparmaßnahmen umgehen kann. Ich bekenne mich zu einem sparsamen ORF. Irgendwann ist aber eine Grenze erreicht. Wenn noch einmal weitere 100 Millionen Euro dazu kämen, ginge das kurzfristig nur über Einsparungen beim Programm. Ist erst einmal etwas gestrichen, ist es in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglicherweise unwiederbringlich verloren.“
Der ORF-Boss droht somit: Wenn wir weiter sparen sollen, dann gibt’s weniger Programm. Roland Weißmann (56) sieht auch keinen gröberen gesetzlichen Änderungsbedarf: „Ich halte den öffentlich-rechtlichen Auftrag und das ORF-Gesetz für sehr gut. Aber der Gesetzgeber macht die Gesetze.“
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