Die Stimmung in Österreich wandelt sich spürbar, und eine aktuelle Umfrage liefert nun konkrete Zahlen dazu. Das Innenministerium hat genau hingehört und eine umfassende Erhebung in Auftrag gegeben, die zeigt: Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich einen deutlich strengeren Kurs in der Migrationspolitik. Die Ergebnisse des „Themenmonitors“, für den das Institut IPSOS über 1.200 Personen befragte, sprechen eine klare Sprache.
Der Ruf nach Konsequenzen wird lauter
Besonders auffällig ist die hohe Zustimmung zu restriktiven Maßnahmen. Wie exxpress.at berichtet, befürworten fast 70 Prozent der Befragten konsequente Rückführungen. Das Thema Abschiebungen ist damit kein Randthema mehr, sondern ein zentrales Anliegen der breiten Bevölkerung. Doch nicht nur das: Auch der Umgang mit Personen, die über Schlepper ins Land gelangen, wird kritisch gesehen. Ebenfalls 69 Prozent sind der Meinung, dass geschleppte Personen kein Recht haben sollten, einen Asylantrag zu stellen.
Arbeit statt Almosen?
Ein weiterer interessanter Punkt der Umfrage betrifft die Gegenleistungen von Asylwerbern. Die Idee, Asylwerber zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten, findet breiten Anklang. Auch hier liegen die Zustimmungswerte laut exxpress.at bei rund 69 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass viele Österreicher das Sozialsystem entlasten wollen und eine aktive Beteiligung von Schutzsuchenden erwarten.
Dazu passt, dass eine Mehrheit von 61 Prozent eine weitere Einschränkung von Sozialleistungen befürwortet. Selbst bei der medizinischen Versorgung zeigt sich ein harter Kurs: Eine knappe Mehrheit würde diese gerne auf eine absolute Grundversorgung beschränken.
Skepsis überwiegt – vor allem am Land
Wie steht es um die allgemeine Stimmung? Nur noch 36 Prozent der Befragten empfinden die aktuelle Zahl an Asylwerbern als verkraftbar. Hier zeigt sich jedoch ein Generationen- und Bildungsgefälle: Jüngere Menschen unter 29 Jahren und Personen mit Hochschulabschluss sehen die Situation laut den Daten, auf die sich exxpress.at beruft, deutlich entspannter als der Durchschnitt. In ländlichen Regionen hingegen ist die Sorge spürbar größer als in den Städten.
Auch in spezifischen Lebensbereichen dominiert die Skepsis. Ob Wohnen oder Bildung – die Auswirkungen von Zuwanderung werden in diesen Sektoren überwiegend negativ bewertet. Lediglich im Gesundheits- und Pflegebereich sehen immerhin 22 Prozent positive Effekte.
Mehr Sicherheit durch Überwachung
Die Sorge um die eigene Sicherheit führt auch dazu, dass die Österreicher bereit sind, dem Staat mehr Befugnisse einzuräumen. Die Überwachung von Messengerdiensten zur Terrorabwehr wird von mehr als drei Vierteln der Bevölkerung unterstützt – ein Ergebnis, das im Innenministerium wohl auf Zustimmung stoßen dürfte. Auch mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen ist für 72 Prozent der Befragten ein probates Mittel. Interessant hierbei: Je älter die Befragten, desto höher die Akzeptanz für diese Maßnahmen.
Credits: APA
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