Keine Skandale, einen bürgernahen liberalen Kurs, harte Kritik an den Missständen in der Bundeshauptstadt: Mit dieser Mischung kann die Wiener FPÖ offenbar punkten. Laut neuen Umfragen, aus denen oe24.at zitiert, könnten die Freiheitlichen in Wien auf 22 bis 25 % kommen – das wäre eine Verdreifachung des Wahlergebnisses von 2020 (7 %) kurz nach dem Ibiza-Skandal.
Für einen Machtwechsel in Wien würde aber noch mehr Zustimmung nötig sein: Die SPÖ bleibt noch immer bei knapp 40 %, aber noch hat der Intensivwahlkampf nicht begonnen. Die FPÖ müsste für eine Wende zumindest einen starken Koalitions-Partner haben, aber der ist aktuell nicht in Sicht: Die ÖVP liegt nur knapp über 10 Prozent, die NEOS noch schlechter.
Auch die Grünen hätten laut aktuellen Umfragen Probleme in Wien – sie können sich aber auf eine starke Basis in einigen Bezirken verlassen.
Für die FPÖ und auch die SPÖ wäre erneut ein „Duell um Wien“ im Finish hilfreich – für die ÖVP jedoch katastrophal.
Und falls die Unzufriedenheit mit der Sicherheitslage in der Stadt noch weiter wächst und sich die auch von der Bundes-SPÖ mitgetragenen Asyl-Verschärfungen nur als Bluff erweisen, dann könnten die Sozialdemokraten noch wesentlich mehr Stimmen verlieren.
Neueste Kommentare