Das Sparpaket zeigt Wirkung in den Umfragen – aber keine gute. Die aktuelle Lazarsfeld-Sonntagsfrage für oe24, durchgeführt zwischen 11. und 19. Mai mit 2.000 Befragten (maximale Schwankungsbreite 2,2 Prozent), zeigt: Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS würde bei einer Neuwahl die nötige parlamentarische Mehrheit verfehlen – knapp, aber doch.
FPÖ bei 37 Prozent – allein stärker als ÖVP und SPÖ zusammen
Wie oe24.at unter Berufung auf die aktuelle Lazarsfeld-Erhebung berichtet, kommt die FPÖ von Herbert Kickl auf 37 Prozent – ein leichter Rückgang gegenüber den 38 Prozent von vor zwei Wochen, aber nach wie vor ein dominanter Wert. Die FPÖ liegt damit 16 Prozentpunkte vor der ÖVP – von einem echten Zweikampf um Platz eins kann keine Rede sein.
Die ÖVP mit Bundeskanzler Christian Stocker legt leicht zu und kommt auf 21 Prozent. Die SPÖ unter Vizekanzler Andreas Babler rutscht weiter ab: mit 18 Prozent verfehlt sie ihren historischen Negativrekord nur knapp. Die NEOS halten sich mit 8 Prozent annähernd auf ihrem Wahlergebnisniveau.
Ampel fehlen zwei Mandate – Mehrheit weg
Addiert man die drei Regierungsparteien, ergibt das laut oe24.at nur noch 90 Mandate im 183-köpfigen Nationalrat – zwei zu wenig für die erforderliche Mehrheit von 92 Sitzen. Die Koalition würde damit bei einer Neuwahl ihre eigene Regierungsfähigkeit verlieren.
Grüne überholen NEOS – Opposition zahlt sich aus
Ein bemerkenswerter Nebeneffekt der Umfrage: Die Grünen kommen auf 11 Prozent und überholen damit die Koalitionspartei NEOS mit 8 Prozent deutlich. Wie oe24.at festhält, zahlt sich die Oppositionsrolle nicht nur für die FPÖ aus – auch die Grünen profitieren davon, das unpopuläre Sparpaket nicht mittragen zu müssen.
Hintergrund: Pensionen und Uni-Kürzungen als Stimmungskiller
Wie oe24.at festhält, sind die Ursachen für den anhaltenden Umfragekeller der Koalition klar: Die Pensionsanpassung unter der Inflation, drastische Kürzungen bei den Universitäten und ein Sparpaket, das breite Bevölkerungsschichten trifft, lassen die Zustimmungswerte nicht steigen. Hinzu kommt die angespannte wirtschaftliche Lage durch den Iran-Krieg und steigende Energiepreise.
Credits: APA
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