Die ersten neun von insgesamt 225 bestellten Mannschaftstransportpanzern des Typs „Pandur Evolution“ wurden feierlich präsentiert. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (beide ÖVP) ließen es sich nicht nehmen, bei der Übergabe in Wien-Simmering persönlich dabei zu sein. Die modernen Fahrzeuge, die von General Dynamics European Land Systems-Steyr (GDELS) gefertigt werden, markieren einen Meilenstein für das österreichische Bundesheer.
Hightech auf Rädern: Was die neuen Panzer können
Die „Pandur Evolution“-Panzer sind nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch technisch auf dem neuesten Stand. Mit einem Gesamtwert von 1,8 Milliarden Euro umfasst die Bestellung zwölf verschiedene Varianten. Einige Modelle sind mit Mastsystemen zur Aufklärung ausgestattet, während 36 Fahrzeuge mit dem Flugabwehrsystem „Skyranger“ Drohnen abwehren können. Wie das Vorgängermodell „Pandur“ werden auch die neuen Panzer sowohl in Infanterieverbänden in Österreich als auch bei Auslandsmissionen, etwa im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina, eingesetzt.
Modernisierung auf allen Ebenen
Neben den neuen „Pandur“-Panzern wird auch der Bestand an „Ulan“-Schützenpanzern modernisiert. Von den 112 seit 2003 im Einsatz befindlichen Fahrzeugen werden derzeit 18 gleichzeitig überarbeitet. Bis 2030 soll die Modernisierung abgeschlossen sein, die Kosten belaufen sich auf 370 Millionen Euro. Laut Verteidigungsministerium ist dies Teil des „Aufbauplans 2032+“, der die Schlagkraft des Bundesheers nachhaltig stärken soll.
Wirtschaftlicher Aufschwung durch Rüstungsprojekte
Die Beschaffung und Modernisierung der Panzerflotte ist nicht nur ein militärisches, sondern auch ein wirtschaftliches Großprojekt. Über 200 österreichische Unternehmen sind an der Produktion beteiligt, was laut Minister Hattmannsdorfer einen wichtigen Beitrag zur heimischen Wertschöpfung leistet. GDELS plant zudem, die Zahl der Mitarbeiter bis 2026 von 270 auf 300 zu erhöhen.
Quellen: oe24.at, Die Presse, General Dynamics
Credits: APA
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