Ein aktueller Fall aus Wien sorgt erneut für hitzige Debatten über das heimische Sozialsystem: Laut eines Berichts, erhält eine syrische Familie mit elf Kindern staatliche Leistungen in der Höhe von rund 9000 Euro monatlich. Davon entfallen 6000 Euro auf die Mindestsicherung, weitere 3000 Euro auf Familienbeihilfe und andere Unterstützungszahlungen. Bürgermeister Michael Ludwig will diese Sozialgeld-Exzesse nicht stoppen.
Zusätzlich zur Mindestsicherung wird der Familie laut Bericht auch Mietbeihilfe gewährt. Die Familienbeihilfe komme – gestaffelt nach Anzahl und Alter der Kinder – auf über 2000 Euro. Hinzu kämen Kinderabsetzbeträge sowie diverse Sonderzahlungen wie das Schulstartgeld-Plus. Insgesamt ergibt sich ein Betrag, der monatlich fünfstellig sein könnte. Zu diesen 9000 Euro netto: Ein Privatangestellter müsste 16.500 Euro als monatliches Bruttogehalt bekommen, dass er diesen Netto-Betrag erhält.
Stadt Wien spricht von „Randphänomen“
Das Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bezeichnet den Fall, übder den zuerst die „Kronen Zeitung“ berichtete als „Randphänomen“. Demnach hätten 58,1 Prozent der Familien in der Wiener Mindestsicherung lediglich ein oder zwei Kinder. Dennoch sei die betroffene Familie derzeit die größte, die Mindestsicherung bezieht. Es gebe zwar drei weitere Familien mit elf Kindern, aber keine mit zwölf oder mehr. Und Wiens Bürgermeister meinte in den Wahlkampf-Debatten, dass er nichts ändern wolle – so lange es keine einheitliche Lösung mit allen anderen Bundesländern gäbe.
Vergleich zu früherem Fall: 4600 Euro für sieben Kinder
Bereits vor wenigen Wochen hatte ein ähnlicher Fall für Empörung gesorgt: Eine syrische Familie mit sieben Kindern wollte sich in Wien-Landstraße eine neue Wohnung nehmen und legte dem Vermieter einen Einkommensnachweis vor. Das Dokument zeigte: 809,09 Euro Grundbetrag für beide Elternteile, je 51,01 Euro Zuschlag für minderjährige Kinder sowie 312,08 Euro pro Kind – ein Kind war nicht anspruchsberechtigt. Dazu kamen 995,46 Euro Mietbeihilfe, insgesamt rund 4600 Euro. Die Veröffentlichung durch Heute löste eine politische Debatte aus.
Volkshilfe fordert mehr Geld
Während viele Steuerzahler angesichts solcher Summen empört reagierten, erklärte etwa die Volkshilfe, die Familie mit sieben Kindern bräuchte eigentlich 6800 Euro netto im Monat – das entspreche etwa 12.000 Euro brutto. Aus Hackers Büro hieß es zudem, dass dieselbe Familie in einem anderen Bundesland wie etwa dem türkis-blauen Vorarlberg noch höhere Leistungen erhalten würde.
Credit: APA
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