Künftig dürften nur noch zwei Typen von Dienstwagen für die Mitglieder der Bundesregierung bestellt werden, das will jetzt der durch seine Audi-A8-Affäre bekannt gewordene Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) durchsetzen: ein Fahrzeug-Typ für alle Minister, ein weiterer für die Staatssekretäre.
Der ganze Dienstwagen-Skandal sei „im Grunde genommen eine Verkettung unglücklicher Umstände beziehungsweise falscher Entscheidungen“, meint Sepp Schellhorn (NEOS) jetzt im aktuellen Interview mit der Kleinen Zeitung. Und meint dann: „Ich bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. Und Verantwortung heißt, jetzt zu liefern.“
Deshalb will der pinke Deregulierungs-Staatssekretär, dessen Büro und Mitarbeiter im Jahr 1,6 Millionen Euro Steuergeld kosten, ein neue Regel für die Dienstwagenbeschaffung durchsetzen – wie von exxtra24 berichtet, kostet die Auto-Flotte der aktuellen Regierungskoalition das Vielfache jener von Schwarz-Blau unter Sebastian Kurz und HC Strache.
Der neue Vorschlag von Sepp Schellhorn: „Im Sinne der Vereinfachung werde ich vorschlagen, dass es je zwei Automodelle für Minister und Staatssekretäre gibt, mit vorgegebener Ausstattung. Dann muss sich niemand eines aussuchen, das macht dann die Bundesbeschaffungsagentur und es gibt keine Debatten. Das könnte man sehr schnell umsetzen, wenn sich die anderen Ministerien dazu bereit erklären.“
Seinen Nazi-Vergleich bedauert Schellhorn nochmals im Interview mit der Kleinen Zeitung. Ein Bedauern für seine Entgleisung im Telefonat mit exxtra24 brachte der Staatssekretär bei diesem Medientermin nicht über die Lippen. Viel mehr jammerte der NEOS-Politiker: „Ich weiß nicht, ob meine Aussage dem Image der Regierung hätte schaden können. Wenn aber Dinge veröffentlicht werden, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen, wie, dass ich zwei Autos fahre oder das Staatssekretariat 1,6 Millionen Euro kostet, dann tut mir das weh. Einige wollen mir das Image des Luxusboys der Regierung umhängen, was ich ganz und gar nicht bin.“
Zu den Kosten seiner Mitarbeiter und seines Büro-Apparats lädt exxtra24 den Staatssekretär gerne ein, die – seiner Meinung nach – tatsächlichen Kosten vorzulegen.
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