In der von Kai Pflaume (57) moderierten Samstagabend-Show kramte der Altmeister der deutschen Comedy sein legendäres „Palim, Palim!“ wieder hervor – diesmal jedoch mit brisanter Textänderung: Hallervorden verwendete das „N-Wort“ und das „Z-Wort“ – Begriffe, die heute als rassistisch gelten und im Fernsehen längst tabu sind.
Im Sketch erklärt Hallervordens Figur dem Mitinsassen, dass er wegen der Verwendung dieser Begriffe hinter Gittern gelandet sei. „Wenn ich das gewusst hätte…“, so der Komiker – und haut die Wörter prompt raus. Ob satirisch gemeint oder nicht: Das Publikum im Saal schwieg, die Empörung im Netz war dafür umso lauter.
ARD sendet ungeschnitten – und verteidigt sich
Der öffentlich-rechtliche Sender ließ die Szene in voller Länge laufen und verteidigte sich später in einer Stellungnahme: Hallervorden habe „überspitzt den Wandel der Sprache“ thematisiert – als bewusste Provokation. Man distanziere sich „von jeglichem Rassismus“, stehe aber für „Kunstfreiheit“.
Hallervorden schlägt zurück: „Die verstehen keine Satire mehr“
Der Schauspieler selbst reagierte gewohnt scharf auf die Vorwürfe: „In Ermangelung von Mut, sich über echte Missstände aufzuregen, stürzt man sich eben auf einen Komiker“, ließ Hallervorden ausrichten. Seine Kritiker hätten einfach keinen Sinn mehr für Satire. „Woke Menschen von heute befolgen brav alle Social-Media-Gebote und haben Angst vor Missverständnissen.“
Zentralrat empört – Netz gespalten
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisierte den Auftritt deutlich – das sogenannte „Z-Wort“ sei diskriminierend. Im Netz tobte unterdessen der Meinungskrieg: Während viele Nutzer Hallervorden Rassismus vorwarfen, feierten ihn andere als letzten Verfechter echter Meinungsfreiheit.
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