Moschee in Neunkirchen? Gerüchte halten sich hartnäckig

Moschee in Neunkirchen? Gerüchte halten sich hartnäckig

In nur einer Woche wählt die Stadt Neunkirchen einen neuen Gemeinderat. Der Wahlkampf ist in vollem Gange und treibt ganz besondere Blüten. Während sich die ÖVP unter Bürgermeister Peter Teix nach klaren Ansagen in den vergangenen Wochen im Parteien-Geplänkel auffallend zurückhält, verschärft der Spitzenkandidat der SPÖ, Günther Kautz, seinen Ton und teilt kräftig gegen seine Mitbewerber aus. Auch Grüne und FPÖ liegen sich wegen ihrer Wahlplakate in den Haaren, gleichzeitig tobt der Kampf um die freiheitliche Wählerschaf mit der Liste „Wir für Neunkirchen“, die nach ihrem Rauswurf aus der FPÖ heuer erstmals antritt.

Über all dem sorgte erst kürzlich eine mögliche Koalitions-Absprache zwischen SPÖ und FPÖ für weiteren Zündstoff – exxtra24 hat berichtet. Auch wenn eine solche Vereinbarung von offizieller Seite nicht bestätigt wird, wächst innerhalb der Sozialdemokraten offenbar der Unmut gegen eine Zusammenarbeit mit den verbliebenen Freiheitlichen. Insbesondere an der Person von Landtagsabgeordneten Helmut Fiedler und seiner Idee einer „Hausordnung für Neunkirchen“ dürften sich rote Funktionäre zunehmend stoßen.

Nun sorgt der nächste Paukenschlag für Aufsehen: Wie aus der Narrenhauptstadt Niederösterreichs zu vernehmen ist, halten sich hartnäckige Gerüchte über den Bau einer Mosche, die SPÖ-Spitzenkandidat Kautz als Zugeständnis an die türkische Community in Neunkirchen errichten möchte. Zusammenhängen dürfte das mit einem von der ÖVP zur SPÖ übergelaufenen Kandidaten, den der rote Frontmann mit einem solchen Projekt für sich überzeugt habe.

Wie ernst es den Sozialdemokraten damit ist, lässt sich wohl erst nach der Wahl abschätzen. Klar ist jedenfalls bereits jetzt: Die Tragweite dieses Vorhabens wäre enorm – erst vor wenigen Jahren herrschte in der Nachbarstadt Ternitz helle Aufregung rund um eine gefälschte Einladung zur Moschee-Eröffnung. Damit nicht genug, geistern in der Bezirkshauptstadt Meldungen herum, wonach Kautz im Falle eines Wahlsiegs einen türkischen Vizebürgermeister durchsetzen möchte. Inwiefern die FPÖ in solche Pläne eingeweiht ist, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt Spekulation. Neben der Neunkirchner Bevölkerung dürften auch die anderen Parteien die aktuellen Entwicklungen mit Argusaugen beobachten. Das Wahlkampffinale verspricht jedenfalls Hochspannung.

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