Millionenbetrug mit Promi-Fake-News: So wurden Opfer in die Falle gelockt

Millionenbetrug mit Promi-Fake-News: So wurden Opfer in die Falle gelockt

Ein internationaler Betrugsfall erschüttert die Online-Welt: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und das Bundeskriminalamt haben in Zusammenarbeit mit albanischen Behörden einen millionenschweren Internetbetrug aufgedeckt. Die Täter nutzten prominente Persönlichkeiten, um ahnungslose Opfer zu täuschen und zu Investitionen zu verleiten.

Callcenter als Betrugszentralen

Wie die Behörden in einer Pressekonferenz bekanntgaben, wurden drei Callcenter in Albanien ausgehoben, die als Dreh- und Angelpunkt des Betrugs dienten. Zehn Personen wurden festgenommen. Die Ermittlungen, die von Europol und Eurojust unterstützt wurden, dauerten zwei Jahre. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 50 Millionen Euro, wobei lediglich 900.000 Euro sichergestellt werden konnten.

Prominente als Lockmittel

Die Betrüger nutzten die Identitäten bekannter Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen und ORF-Moderator Armin Wolf, um Vertrauen zu erwecken. Mit gefälschten Nachrichten und manipulierten Inhalten wurden die Opfer dazu gebracht, in vermeintlich lukrative Projekte zu investieren. Diese Methode, sogenannte Promi-Fake-News, ist besonders perfide, da sie die Glaubwürdigkeit der betroffenen Persönlichkeiten ausnutzt.

Warum Promi-Fake-News so gefährlich sind

Laut der Plattform Mimikama, die sich auf die Aufklärung über Desinformation spezialisiert hat, funktionieren Promi-Fake-News nach einem einfachen Prinzip: Ein bekannter Name wird mit einer emotionalen Behauptung kombiniert, ohne dass überprüfbare Quellen vorliegen. Diese Falschmeldungen verbreiten sich rasant, da sie oft ungeprüft geteilt werden. Besonders gefährlich sind dabei KI-generierte Inhalte wie Deepfakes, die täuschend echt wirken.

Was können Betroffene tun?

Experten raten, bei auffälligen Angeboten oder Nachrichten skeptisch zu bleiben. Originalquellen sollten überprüft und verdächtige Inhalte bei Plattformen wie Mimikama gemeldet werden. Die Aufklärung über solche Betrugsmaschen ist entscheidend, um weitere Opfer zu verhindern.

Quellen: oe24.at, orf.at, mimikama.org
Credits: APA

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