Eine bekannte Persönlichkeit der deutschen Boxszene und Trans-Community wurde in ihrer Wiener Wohnung ermordet. Ihre letzten Worte klingen im Nachhinein wie eine düstere Vorahnung.
Schockfund in der Dachgeschosswohnung
Am Mittwochabend des 25. Juni machten Freunde einen grausamen Fund: Die 70-jährige deutsche Boxpromoterin und Buchautorin Etchika Pollex lag leblos in ihrer Dachgeschosswohnung auf der Linken Wienzeile beim Wiener Naschmarkt, wie queer.de und heute.at übereinstimmend unter Berufung auf die Wiener Polizei berichten. Sie war Freunden zufolge über Tage nicht erreichbar gewesen – als sie in die Wohnung kamen, fanden sie die 70-Jährige tot vor. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Nach Angaben der Wiener Polizei gegenüber queer.de wurde Pollex mit mehreren Messerstichen getötet. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts übernommen – es wird laut ggg.at in alle Richtungen ermittelt.
Wer Etchika Pollex war
Pollex war eine bekannte Figur der deutschen Boxwelt – und eine ungewöhnliche Persönlichkeit. In der DDR geboren, floh sie laut queer.de vor dem Mauerfall im Kofferraum eines Autos aus Ost-Berlin. Im Westen baute sie sich zunächst als Unternehmerin auf, später wurde sie Boxmanagerin und betreute laut oe24 auch einen früheren Weltmeister. Im Alter von rund 60 Jahren unterzog sie sich einer geschlechtsangleichenden Operation – und schrieb darüber das Buch „Etchi“. In Wien lebte sie zuletzt in einem Gründerzeithaus nahe dem Naschmarkt und war laut heute.at in der Nachbarschaft als freundliche, auffällige Persönlichkeit bekannt. Deutschlands oberster Box-Boss Thomas Pütz beschreibt sie gegenüber heute.at als „schillernde Persönlichkeit“ – aber auch als jemanden, „der auf die falschen Leute reingefallen ist und ausgenutzt wurde.“
Die letzten Worte – und was sie bedeuten könnten
Nur sechs Tage vor ihrem Tod veröffentlichte Pollex ein letztes TikTok-Video, wie ggg.at und queer.de berichten. Darin sprach sie über eine „schwierige Situation“ mit ihrem Lebenspartner – zeigte sich aber zuversichtlich: „Unsere Liebe ist wunderbar. Sie trägt uns.“ Kurz davor hatte sie laut heute.at ein weiteres Video veröffentlicht, in dem sie erklärte: „Ich bin mit einem Mann zusammen, dessen Leben ich schützen muss.“ Dann verstummt ihr TikTok-Kanal. Rückblickend klingen diese Worte wie eine Warnung, die niemand verstand.
Verdächtiger flüchtig – internationale Fahndung läuft
Im Fokus der Ermittler steht der Mitbewohner der Getöteten – ein Mitte 20-jähriger Mann, der laut heute.at und oe24 aus Tschetschenien stammen und Kampfsportler sein soll. Er soll laut Zeugenangaben gegenüber heute.at bereits am Tag nach der Tat mit einem Koffer in Richtung der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse geeilt sein – seither fehlt jede Spur. Laut heute.at läuft inzwischen ein internationaler Haftbefehl. Offiziell gilt er laut ggg.at jedoch noch nicht als tatverdächtig – die Polizei ermittelt weiterhin in alle Richtungen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Credits: Bild wurde KI-generiert
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