Meinl-Reisinger fordert in Berlin mehr deutsche Führungsstärke für Europa

Meinl-Reisinger fordert in Berlin mehr deutsche Führungsstärke für Europa

Österreichs Außenministerin nimmt sich kein Blatt vor den Mund und verlangt von unserem großen Nachbarn endlich mehr Härte und Führung.

Es war ein Auftritt mit Symbolkraft in der deutschen Hauptstadt: Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) traf ihren deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) zum Krisengipfel. Während in der Welt die Konfliktherde brodeln, machte die österreichische Diplomatin eines unmissverständlich klar: Europa braucht einen Anführer – und dieser muss Deutschland heißen.

Schluss mit dem Zögern

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag redete Meinl-Reisinger nicht lange um den heißen Brei herum. Angesichts der globalen Unsicherheiten müsse Europa endlich handlungsfähig werden. Wie oe24 berichtet, forderte die Ministerin von Berlin explizit mehr Führungsrolle ein. Die Zeiten des Abwartens seien vorbei.

Wadephul, der für die CDU das Außenamt führt, ließ sich nicht zweimal bitten. Er signalisierte laut ORF-Informationen sofortige Bereitschaft, diese Rolle anzunehmen – und zwar dort, wo es brennt: an der NATO-Ostflanke und bei der europäischen Verteidigung.

Harte Kante gegen Putin

Ein weiteres heißes Eisen war der anhaltende russische Angriffskrieg. Beide Minister verurteilten die brutalen Attacken Moskaus auf die zivile Infrastruktur. Wadephul fand deutliche Worte: Das Ziel des Kremls sei die Terrorisierung der Zivilbevölkerung.

Um dem entgegenzuwirken, kündigte Deutschland massive Finanzspritzen an. Zusätzliche 60 Millionen Euro sollen als humanitäre Soforthilfe fließen, um die Ukrainer im Winter mit Heizsystemen und Warmwasser zu versorgen, wie der ORF meldet. Einig waren sich beide: Verhandlungen mit Russland machen erst Sinn, wenn der internationale Druck auf Putin massiv erhöht wird.

Gaza-Plan und klare Ansagen

Auch beim Thema Nahost zogen Wien und Berlin an einem Strang. Zwar habe sich die Lage im Gazastreifen leicht verbessert, doch der Winter steht vor der Tür. Beide Länder unterstützen den sogenannten 20-Punkte-Plan für eine Verwaltung ohne Hamas-Beteiligung. Wie oe24 ausführt, machten die Minister klar: Eine politische Zukunft für Gaza gibt es nur, wenn die Terrororganisation entwaffnet ist.

Einen Dämpfer gab es für alle Spekulationen um Grönland. Beide Politiker wiesen Fragen zur Verteidigung der Insel als „hypothetisch“ zurück und betonten, dass nur die Grönländer selbst über ihre Zukunft entscheiden.

Quelle: oe24, ORF
Credits: APA

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