Martha Schultz: Die erste Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich

Martha Schultz: Die erste Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich

Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer übernimmt Martha Schultz nicht nur interimistisch, sondern bleibt für die gesamte Periode Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Ein historischer Moment, denn sie ist die erste Frau in dieser Position.

Ein Rücktritt mit Folgen

Harald Mahrer, der ehemalige Präsident der WKÖ, trat im November 2025 zurück. Der Druck aus den eigenen Reihen und die Kritik an Gehaltserhöhungen für Kammermitarbeiter, die weit über der Inflation lagen, machten seinen Rücktritt unausweichlich. Laut der „Presse“ stolperte Mahrer über die Diskrepanz zwischen seinen Forderungen nach Lohnzurückhaltung und den tatsächlichen Gehaltserhöhungen innerhalb der Kammer.

Schultz übernimmt das Ruder

Martha Schultz, bisherige Vizepräsidentin, wurde zunächst als Übergangslösung eingesetzt. Doch die Tiroler Unternehmerin überzeugte mit ihrer Arbeit und erhielt breite Unterstützung. Der ÖVP-Wirtschaftsbund, der die Mehrheit in der Kammer stellt, einigte sich einstimmig auf Schultz als Präsidentin für die gesamte Periode. „Die vielen positiven Rückmeldungen und Gespräche haben mich bestärkt, diesen Schritt zu gehen“, schrieb Schultz in einem Brief an die Mitarbeiter der WKÖ, wie die APA berichtet.

Herausforderungen und Reformen

Mit ihrer Ernennung steht Schultz vor großen Aufgaben. Die Wirtschaftskammer sieht sich mit Forderungen nach tiefgreifenden Reformen konfrontiert. Unternehmen kritisieren die hohen Kammerumlagen und fordern mehr Transparenz. Schultz selbst betonte, dass sie die Kammer nicht nur interessenspolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch weiterentwickeln möchte.

Ein starkes Signal

Als erste Präsidentin der WKÖ setzt Schultz ein starkes Zeichen. „Ich sehe meine Rolle auch als gesellschaftspolitisches Signal“, erklärte sie. Ihre Angelobung durch Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer soll in der Zentrale der Wirtschaftskammer in Wien erfolgen.

Quellen: oe24.at, ORF, Kleine Zeitung, Wiener Börse, Die Presse
Credits: APA

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