Die SPÖ steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Am 13. Februar wird der Parteivorstand tagen, um über die Zukunft des Parteivorsitzes zu beraten. Während der amtierende Vorsitzende Andreas Babler um seinen Posten kämpft, formiert sich hinter den Kulissen eine Mehrheit, die Ex-Bundeskanzler Christian Kern als Alternative bevorzugt. Dies berichtet oe24 unter Berufung auf parteiinterne Quellen.
Mehrheit der Bundesländer für Kern
Laut Recherchen von oe24 genießt Kern bereits die Unterstützung mehrerer SPÖ-Landesorganisationen, darunter Niederösterreich, Burgenland, Kärnten, Steiermark und Salzburg. Auch Teile Oberösterreichs sollen hinter einer möglichen Kandidatur des ehemaligen Kanzlers stehen. Kern selbst hat signalisiert, dass er nur antreten würde, wenn eine breite Mehrheit – inklusive der SPÖ Wien – hinter ihm steht.
Wien als Zünglein an der Waage
In Wien zeigt sich ein gespaltenes Bild. Während die Flächenbezirke zunehmend kritisch gegenüber Babler eingestellt sind, bleibt die Unterstützung für Kern dort ebenfalls verhalten. Prominente Stimmen wie Nationalratspräsidentin Doris Bures sollen Babler bereits ihre Loyalität entzogen haben. Dennoch bleibt unklar, ob diese Bezirke geschlossen hinter Kern stehen würden.
Bablers Gegenstrategie
Andreas Babler gibt sich kämpferisch. Er arbeitet daran, die Delegiertenlisten der Bundesländer zu seinen Gunsten zu beeinflussen und seine Position zu sichern. Partei-Insider sehen jedoch die Gewerkschaften und die Frauenorganisationen als entscheidende Faktoren, sollte es zu einem Duell zwischen Babler und Kern kommen. Hier könnte Kern laut Analysen bessere Chancen haben.
Szenarien für den Parteitag
Sollte Kern am 13. Februar offiziell nominiert werden, könnte dies zu einer intensiven Auseinandersetzung bis zum Parteitag am 7. März führen. Einige Unterstützer Kerns erwägen daher, seine Kandidatur erst direkt auf dem Parteitag vorzuschlagen. Dies würde jedoch eine Zweidrittelmehrheit der Delegierten erfordern.
Credits: APA
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