Iran, Venezuela — und jetzt Kuba. US-Präsident Donald Trump hat bei einer Investorenkonferenz in Miami seinen nächsten geopolitischen Trumpf ausgespielt. Ob Drohung, Ankündigung oder politisches Theater: Die Botschaft war unmissverständlich.
Was Trump in Miami gesagt hat
Am Freitag, 27. März, sprach Trump beim sogenannten FII Priority Summit — einer Investorenkonferenz in Miami Beach — über die militärischen Erfolge seiner Regierung im Iran-Krieg und nach der Festnahme des venezolanischen Expräsidenten Nicolás Maduro im Jänner 2026. Mitten in diese Aufzählung warf er einen Satz, der sofort Schlagzeilen machte. Wie Reuters berichtet, erklärte Trump wörtlich: „Ich habe dieses großartige Militär aufgebaut. Ich sagte: Ihr werdet es nie einsetzen müssen. Aber manchmal muss man es einsetzen. Und Kuba ist als Nächstes dran, nebenbei bemerkt.“ Dann fügte er grinsend hinzu: „Aber tut so, als hätte ich das nicht gesagt. Bitte, bitte, bitte, Medien, ignoriert diese Aussage. Danke sehr. Kuba ist als Nächstes.“
Wie CNN berichtet, hatte Außenminister Marco Rubio noch am selben Tag in Paris — am Rande eines G7-Außenministertreffens — den Regime-Change in Kuba offen gefordert: Die kubanische Wirtschaft könne sich nicht verändern, solange sich das Regierungssystem nicht ändere.
Kein Zufall: Der Kontext ist entscheidend
Trumps Aussage kam nicht aus dem Nichts. Wie ABC News berichtet, hatte Trump bereits Anfang März beim sogenannten „Shield of the Americas“-Gipfel in Doral, Florida erklärt: „Während wir eine historische Transformation in Venezuela erreichen, freuen wir uns auf die große Veränderung, die bald nach Kuba kommen wird.“ Auch damals ließ er offen, was genau er damit meint.
Ebenfalls im März hatte Trump laut Reuters erklärt, Kuba könne Ziel einer „freundlichen Übernahme“ werden — um dann nachzuschieben: „Es könnte auch keine freundliche Übernahme sein.“
Der Hintergrund: Venezuela hatte Kuba jahrelang mit Öl versorgt. Nachdem die US-Regierung Maduro im Jänner 2026 festnehmen ließ und Caracas unter Druck setzte, endeten diese Lieferungen. Kuba steckt seither laut meaww.com in einer noch schwereren Wirtschafts- und Energiekrise als ohnehin schon.
Gespräche laufen — aber auch Drohungen
Die Lage ist widersprüchlich: Einerseits laufen laut Reuters und Gateway Pundit derzeit formelle Verhandlungen zwischen der US-Regierung und Teilen der kubanischen Führung. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat die Gespräche bestätigt. Andererseits ließ Trump gegenüber Reportern wissen: „Ich glaube, etwas wird mit Kuba ziemlich bald passieren. Kuba ist ein gescheiterter Staat. Sie wollen einen Deal machen. Wir werden entweder einen Deal machen — oder tun, was wir tun müssen.“
Wie NPR in einer ausführlichen Analyse festhält, ist Kuba in einer historisch schwachen Position: Die Energieversorgung bricht zusammen, die Wirtschaft liegt am Boden, und mit dem Wegfall Venezuelas verlor die Insel ihren wichtigsten Verbündeten und Öllieferanten. Ob Trump das als Fenster für Verhandlungen oder für härtere Maßnahmen nutzt, hat er offengelassen — ganz bewusst, wie es scheint.
Quellen:
- Reuters / U.S. News & World Report: Trump Says ‚Cuba Is Next‘ in Speech Touting US Military Successes (27.03.2026)
- CNN: March 27, 2026 — Trump administration news live (27.03.2026) — cnn.com
- ABC News: Trump warns of imminent action against Cuba at ‚Shield of Americas‘ summit (07.03.2026) — abcnews.com
- NPR / Fresh Air: Will President Trump act on his threat to take Cuba? (24.03.2026) — npr.org
- meaww.com: Trump says ‚Cuba is next‘ during Miami investment forum (28.03.2026) — meaww.com
- Gateway Pundit: Trump: ‚Cuba’s Next By the Way But Pretend I Didn’t Say That‘ (27.03.2026)
- oe24.at: Trump droht Kuba: „Als Nächstes dran“ (28.03.2026) — oe24.at
Credits: APA
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