Die Ermittlungen im Mordfall Kottingbrunn laufen auf Hochtouren – und neue Details lassen auf einen Täter aus dem direkten Umfeld der 27-Jährigen schließen. Das Landeskriminalamt Niederösterreich konzentriert sich laut noe.ORF.at genau dort auf seine Erhebungen.
Kaliber 22 – klein, unauffällig, schwer zu entdecken
Wie noe.ORF.at unter Berufung auf APA berichtet, war der Schusskanal bei der Erstuntersuchung zunächst nicht erkennbar. Der Grund: Laut Kronen Zeitung handelte es sich um ein Kaliber 22 – eine vergleichsweise kleine Munitionsgröße, die häufig von Sportschützen oder bei der Jagd auf Niederwild verwendet wird. Erst die gerichtsmedizinische Obduktion förderte die Todesursache zutage. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gibt laut noe.ORF.at „aus kriminaltaktischen Gründen“ keine weiteren Auskünfte.
Keine Einbruchsspuren – Frau ließ Täter offenbar selbst herein
Besonders aufhorchen lässt ein weiteres Detail. Wie noe.ORF.at berichtet, wurden am Tatort keine Einbruchsspuren festgestellt. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass die 27-Jährige den Täter oder die Täterin selbst in ihre Wohnung gelassen hat – was den Fokus klar auf das persönliche Umfeld der Toten lenkt.
Wie die Eltern ihre Tochter fanden
Wie der Kurier laut noe.ORF.at berichtet, hatten die Eltern der Frau tagelang erfolglos versucht, ihre Tochter zu erreichen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fuhren sie am 14. Mai zur Wohnung in Kottingbrunn im Bezirk Baden und öffneten die Tür mit einem Zweitschlüssel. Im Inneren fanden sie die leblose 27-Jährige – für sie kam jede Hilfe zu spät. Zunächst sei laut noe.ORF.at auch ein Sturz als Todesursache in Betracht gezogen worden, da die Frau eine Kopfwunde aufwies. Erst die angeordnete Obduktion brachte Gewissheit: Tod durch Kopfschuss.
Credits: APA
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