exxtra24 sollte ja künftig „ein bisserl braver“ werden: So meinte der Deregulierungs-Staatssekretär und Audi-A8-Upgrading-Spezialist Sepp Schellhorn, es sei „kein Journalismus“, wenn man seinen Drang zu noch mehr Audi in Zeiten der kommenden Extrem-Belastungen für alle Steuerzahler kritisieren würde. Und der zornige NEOS-Politiker rechnete dann vor, dass das Leasing für den A8 (Neupreis 121.000 Euro) doch viel günstiger sei als jenes für den A6 (Neupreis 54.000 Euro). Je größer das Auto, desto billiger wird das Leasing – klar, wer kennt das nicht?
Aber diese Dienstwagen-Peinlichkeit ist ja auch gar nicht das größte Problem der pinken Amateur-Truppe im altehrwürdigen österreichischen Außenministerium: Wie unbeliebt müssen sich die dort regierenden rosa Politiker schon binnen weniger Tage gemacht haben, dass dieses Audi-Gate in die Öffentlichkeit getragen wird? Und wie wenig politisches Gspür haben diese rosa Neueinsteiger in der Politiker-Champions-League, dass sie derartige Dienstwagen-Deals nicht sofort abstellen?
Österreich wundert sich über Kabale und Chaos im Außenministerium und im angeschlossenen Deregulierungs-Staatssekretariat in einer ohnehin sehr schwierigen Phase der Republik: Während der Staatssekretär kritischen Medien droht, bricht die Ministerin einen heftigen Konflikt mit Serbien vom Zaun, sie belegt Milorad Dodik mit einem Einreiseverbot, macht sich mit einem Besuch bei Muslimen zur Gegenspielerin der Republik Srpska und Serbiens. Und so nebenbei erklärt Beate Meinl-Reisinger noch, dass sie Wladimir Putin verhaften lassen will (im Kreml wird schon gegoogelt, wer diese Österreicherin sein soll, die den Chef festnehmen möchte).
Im Chaos noch zwei Millionen zu den drei Milliarden dazu geschenkt
Und natürlich ist es absolutes Chaos, wenn die Außenministerin bei einem Termin mit Wolodymyr Selenskyj noch weitere zwei Millionen Euro Steuergeld in Kiew verschenkt, obwohl Österreichs Steuerzahler der Ukraine ohnehin schon mit drei Milliarden Euro geholfen haben. Wer hat das genehmigt? Mit wem war das abgesprochen? Gibt es dazu einen Ministerrats-Beschluss?
Die gleichen Fragen stellen sich bei den 19,3 Millionen Euro Steuergeld, die Meinl-Reisinger den syrischen Ex-Terroristen, pardon: Ministern, in Damaskus versprochen hat.
Dafür, dass dieses syrisches Regime weiter Drusen und Christen mit noch etwas mehr AK74-Munition ermorden kann, werden bei uns die Krankenversicherungsbeiträge der Pensionisten erhöht und die Gesundheitsschuhe für gehandicapte Personen künftig nicht mehr von der Kasse bezahlt.
Jetzt war exxtra24 schon wieder nicht so brav, wie sich das NEOS-Politiker wünschen – aber über uns wurde ja ohnehin schon ein Informations- und Werbe-Boykott zur Disziplinierung ausgesprochen. Da kann Milorad Dodik noch von den NEOS lernen, wie man mit kritischen Medien umgeht.
Parmenion
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