Von Platz 23 auf Platz 35 – Österreichs Klimaschutzpolitik in der Krise! Wie der aktuelle Klimaschutz-Index 2026 von Germanwatch zeigt, hat Österreich in Sachen Klimaschutz massiv an Boden verloren. Während Länder wie Dänemark, Großbritannien und Marokko die Spitzenplätze einnehmen, rutscht Österreich ins Mittelfeld ab – und das mit einem lauten Knall.
„Low Performer“ Österreich: Was ist schiefgelaufen?
Laut dem Bericht, der auf der COP30 in Belém veröffentlicht wurde, hat Österreich in den Bereichen Treibhausgasemissionen und Klimapolitik schlecht abgeschnitten. Besonders alarmierend: Der Energieverbrauch wurde als „sehr niedrig“ bewertet. Johannes Wahlmüller von Global 2000 schlägt Alarm: „Der Kahlschlag beim Klimaschutz rächt sich. Wir verlassen gerade den Pfad zur Erreichung unserer Klimaziele.“ Dennoch sieht er Lichtblicke, wie den hohen Anteil erneuerbarer Energien und das Ziel, bis 2030 auf 100 Prozent Ökostrom zu setzen.
Greenpeace: „Falsche Richtung!“
Auch Greenpeace spart nicht mit Kritik. „Die neue Regierung lenkt Österreich klimapolitisch in die falsche Richtung“, so Jasmin Duregger, Klima- und Energiesprecherin der NGO. Sie fordert ein starkes Klimagesetz und einen klaren Ausstiegsplan aus fossiler Energie. „Klimaminister Norbert Totschnig muss endlich das Ruder herumreißen!“
Die globale Perspektive: Wer macht es besser?
Während Österreich strauchelt, glänzen andere. Dänemark, Großbritannien und Marokko führen das Ranking an. Doch auch diese Länder sind nicht perfekt: Die ersten drei Plätze bleiben leer, da kein Staat als „vorbildlich genug“ gilt. Am unteren Ende des Rankings finden sich die USA, Iran und Saudi-Arabien – ein fossiles Trio, das wenig überraschend ist.
Was bedeutet das für Österreich?
Die Botschaft ist klar: Ohne drastische Maßnahmen wird Österreich weiter abrutschen. Der Klimaschutz-Index ist nicht nur ein Weckruf, sondern auch ein Spiegelbild der politischen Prioritäten. Die Zeit drängt, denn wie Germanwatch betont, sind die Folgen des Klimawandels längst Realität. Von 1995 bis 2024 wurden weltweit über 832.000 Menschen durch extreme Wetterereignisse getötet, und die wirtschaftlichen Schäden belaufen sich auf 4,5 Billionen US-Dollar.
Quellen: oe24.at, Germanwatch CRI 2026
Credits: APA
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