Kerosin-Krise in Italien: Flughäfen rationieren Treibstoff

Kerosin-Krise in Italien: Flughäfen rationieren Treibstoff

An mehreren italienischen Flughäfen wird Kerosin knapp. Airlines und Reisende stehen vor Herausforderungen, während die Ursachen und Folgen der Engpässe diskutiert werden.

Betroffene Flughäfen und Maßnahmen

Wie das aeronautische Informationssystem NOTAM meldet, sind die Flughäfen Bologna, Mailand-Linate, Treviso und Venedig von der Kerosin-Knappheit betroffen. Laut einer Mitteilung von Air BP Italia, einem Tochterunternehmen des britischen Ölkonzerns BP, wird der Treibstoff rationiert. Priorität haben medizinische, staatliche und Langstreckenflüge. Für kürzere Flüge stehen teilweise nur noch 2.000 Liter pro Maschine zur Verfügung – eine Menge, die kaum für eine Stunde Flugzeit reicht.

Ursachen der Engpässe

Die Knappheit wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt. Einerseits sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten, insbesondere die Blockade der Straße von Hormus, für Lieferprobleme. Andererseits führt das erhöhte Reiseaufkommen während der Osterzeit zu zusätzlichem Druck auf die Treibstoffversorgung. Pierluigi Di Palma, Leiter der italienischen Luftfahrtbehörde ENAC, betonte gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA, dass die Situation unter Kontrolle sei, warnte jedoch vor möglichen Risiken, falls die Lieferprobleme anhalten.

Auswirkungen auf Europa

Die Kerosin-Krise könnte sich auf weitere europäische Flughäfen ausweiten. Besonders Großbritannien, das einen Großteil seines Treibstoffs aus der Golfregion bezieht, ist gefährdet. Ryanair-Chef Michael O’Leary warnte bereits vor Flugstreichungen und steigenden Ticketpreisen. Auch Lufthansa bereitet sich auf mögliche Einschränkungen vor, darunter das Grounding von Flugzeugen.

Was Reisende beachten sollten

Reisende, die in den kommenden Wochen Flüge nach oder über Italien geplant haben, sollten flexibel bleiben. Umbuchungsoptionen und Reiserücktrittsversicherungen könnten sich als hilfreich erweisen. Experten raten, die Entwicklungen genau zu verfolgen, da die Kosten der Krise letztlich die Verbraucher tragen werden.

Quellen: oe24.at, Fortune, Politico, Bloomberg, Texas Home and Hangar
Credits: APA

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