„Kein Niveau“: Salzburger ÖVP feuert gegen Herbert Kickl zurück

„Kein Niveau“: Salzburger ÖVP feuert gegen Herbert Kickl zurück

Salzburg – Der FPÖ-Bundesparteitag im Salzburger Messezentrum ist vorbei, doch die Wellen schlagen weiter hoch. Herbert Kickl, frisch mit 96,94 Prozent als Parteichef bestätigt, sorgte mit scharfen Worten für Aufsehen. Nun kontert die Salzburger ÖVP – und das nicht minder scharf.

Kickls Rundumschlag: „Türkis-schwarzes Wandervögelchen“

Herbert Kickl nutzte seine Rede beim Parteitag, um kräftig gegen die ÖVP auszuteilen. Besonders im Visier: Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. Mit der Bemerkung, sie sei ein „türkis-schwarzes Wandervögelchen“, das nur auf der Durchreise sei, sorgte Kickl für Empörung. „Ihr Vorgänger ist bereits entsetzt, dass er sie hier zwischenlanden ließ“, stichelte der FPÖ-Chef weiter.

„Heiße Luft“ und fehlendes Niveau

Die Reaktion der ÖVP ließ nicht lange auf sich warten. Landesgeschäftsführer Nikolaus Stampfer fand klare Worte: „Der FPÖ-Parteitag in Salzburg hat wieder mal klar gezeigt, wo die Freiheitlichen politisch einzuordnen sind. Außer Populismus und heißer Luft bleibt wenig übrig, heißt es in einer Stellungnahme. Stampfer ging noch weiter und kritisierte das Niveau der Veranstaltung: „Auch in Salzburg waren das Niveau und die Redebeiträge leider nicht besser als sonst.“

Stampfer nutzte die Gelegenheit, um Landeshauptfrau Edtstadler zu verteidigen: „Unsere Landeshauptfrau ist in Salzburg mehr als angekommen und übernimmt Verantwortung – etwas, das Kickl nach wie vor scheut.“

Kritik an FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek

Auch FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek geriet ins Visier der ÖVP. Obwohl sie beim Parteitag auf Angriffe gegen den Koalitionspartner verzichtete, warf die Volkspartei ihr mangelnde Eigenständigkeit vor. In einer Aussendung der Salzburger ÖVP hieß es: „Svazek betont regelmäßig die Zusammenarbeit mit der ÖVP in Salzburg als Modell für den Bund. Gleichzeitig ließ sie persönliche Angriffe auf die Landeshauptfrau unkommentiert. Das wirft die Frage auf, wie eigenständig Svazek tatsächlich agieren darf.“

Die ÖVP fordert von Svazek klare Positionen: „Wer sich als pragmatische Stimme positioniert, sollte auch klar Stellung beziehen.“


Credits: APA

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