Die ohnehin angespannte Situation in der Energieversorgung der mitteleuropäischen Nationen wird nun noch zusätzlich verschärft: Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur und schrumpfende Reserven zwingen die Ukraine zu Rekord- Gasimporten aus Europa.
Der Gasbedarf für die nächste Heizperiode steigt drastisch an: Dmitriy Sakharuk, CEO von D.Trading, rechnet mit bis zu fünf Milliarden Kubikmetern Gas von April 2025 bis April 2026. In früheren Jahren lag der Höchstwert lediglich bei einer Milliarde Kubikmeter. Der sprunghafte Anstieg ergibt sich aus der gezielten Zerstörung ukrainischer Infrastruktur durch Russland. Das volle Ausmaß der Schäden bleibt unklar, was die Vorbereitung zusätzlich erschwert.
Der Importdruck wächst, während sich der europäische Gasmarkt zunehmend verengt – exxtra24 berichtete darüber, dass Österreichs Gas-Speicher zu nur noch 42 % gefüllt sind und ein Nachfüllen zu extrem teuren Preisen kaum vermeidbar sein wird. Vor Beginn der Einlagerungssaison ziehen nun die Preise deutlich an, berichten Brancheninsider.
Gas-Preise und Heizkosten könnten nochmals stark steigen
Die Ukraine hat inzwischen ihre strategischen Reserven aus unterirdischen Speichern nahezu vollständig verbraucht. Ein Teil des Gases muss jedoch weiterhin eingelagert bleiben, um den notwendigen Druck und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Sakharuk unterstrich: „Diese Bestände sollten wieder aufgefüllt werden. Deshalb sind die benötigten Mengen auch entsprechend hoch.“
Das nun drohende Szenario: Die EU überweist auch zum Ankauf der in der Ukraine nötigen Gasmengen Milliarden an Kiew – somit könnten die Zukäufe der Ukrainer und die Verknappung des Gas-Angebots am Weltmarkt erneut die Preise für die Endkunden in West- und Mitteleuropa massiv erhöhen.
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