Der frühere deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) plant einen Ausflug in die Wissenschaft: Er soll Gastdozent an der renommierten University of California in Berkeley werden.
Das bestätigte der Grünen-Politiker gegenüber dem Magazin Focus: „Ich bin mit der UC Berkeley im Gespräch und freue mich über das Interesse.“ Details über die Art und Dauer seines Engagements wurden bisher nicht bekanntgegeben.
Wie Focus weiter berichtet, ist eine gemeinsame Vorlesungsreihe mit der in Berkeley lehrenden Verhaltensökonomin Ulrike Malmendier geplant. Thema: „Krisen“. Malmendier, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, gilt als international anerkannte Ökonomin und unterrichtet seit 2005 an der kalifornischen Elite-Uni.
Die UC Berkeley ist eine der angesehensten Hochschulen der Welt: 110 Nobelpreisträger, ein Stiftungsvermögen von über vier Milliarden Dollar, 121 olympische Goldmedaillen. Unter den bekanntesten Lehrenden: Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“. Heute zählt die Uni rund 45.000 Studenten – die Zulassungsquote liegt bei elf Prozent, die Studiengebühren für vier Jahre bei knapp 195.000 Dollar.
Habeck hatte während seiner Amtszeit bereits Kontakt zur deutschstämmigen Malmendier – ebenso wie zur früheren US-Finanzministerin Janet Yellen, die ebenfalls in Berkeley promovierte und 2024 Gastgeberin eines Treffens mit Habeck in Washington war. Ob und wie hoch Habecks Tätigkeit vergütet wird, ist bislang offen. Üblich ist bei Gastdozenten eine individuelle Bezahlung.
Credit: APA
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