Die ehemalige Außenministerin Österreichs, Karin Kneissl, hat in Russland ein neues Kapitel ihres Lebens aufgeschlagen. Wie die regierungsnahe Plattform „FederalPress“ berichtet, lebt Kneissl seit eineinhalb Jahren im Bezirk Kasimowski in der Oblast Rjasan. Dort fühlt sie sich bereits als „Teil der lokalen Gemeinschaft“.
Ein neues Leben auf dem Land
Kneissl, die einst auf ihrer Hochzeit in der Steiermark mit Wladimir Putin tanzte, hat sich offenbar in die russische Lebensweise verliebt. „Die Lebensweise des russischen Dorfes ist mir sehr nahe“, soll sie bei einem Treffen mit dem Regionalgouverneur Pawel Malkow gesagt haben. Auch ihr Hund, ein Boxer namens Winston, scheint sich in der neuen Umgebung wohlzufühlen.
Vorträge und intellektuelle Arbeit
Die 60-Jährige bleibt jedoch nicht untätig. Laut „FederalPress“ hält sie Vorträge an der Universität von Rjasan und plant einen Auftritt an der Schule der Luftlandetruppen in der Region. Gouverneur Malkow lobte Kneissls Engagement und bedankte sich für das Wissen und die Erfahrung, die sie mit den Bewohnern teilt.
Von der Diplomatie zur Geopolitik
Kneissl, die von 2017 bis 2019 als Außenministerin in der ÖVP/FPÖ-Koalition diente, ist heute am Geopolitik-Thinktank G.O.R.K.I. an der Staatlichen Universität St. Petersburg aktiv. Ihr Tanz mit Putin und der Knicks vor ihm sorgten damals international für Aufsehen und Kritik.
Ein Leben zwischen Politik und Provinz
Karin Kneissl scheint in Russland nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch eine neue Aufgabe gefunden zu haben. Ihr Engagement in der Region und ihre intellektuelle Arbeit zeigen, dass sie auch fernab der österreichischen Politik eine bedeutende Rolle spielt.
Credits: APA
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