Während sich die heimische Prominenz für den Ball der Bälle in Schale wirft, tauscht einer das Parkett der Wiener Staatsoper gegen das politische Pflaster in Brüssel: Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) lässt den Opernball aus. Der Grund ist ein kurzfristig einberufener EU-Sondertreffen der 27 Staats- und Regierungschefs. Statt Walzerklängen und Champagner stehen für den Kanzler harte Verhandlungen auf dem Programm.
Harte Arbeit statt glamouröser Nacht
Am Donnerstag kommen die EU-Chefs im belgischen Schloss Alden Biesen zusammen, um über ein zentrales Thema zu beraten: die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union. In einer Zeit geopolitischer Unsicherheiten gilt eine starke Wirtschaft als entscheidend, um als globaler Akteur bestehen zu können. Während in Wien also die Debütanten einziehen, reist der Kanzler mit einer klaren Agenda und einem Fünf-Punkte-Plan für ein wirtschaftlich stärkeres Europa an.
Kanzlers Agenda für Europa
Bundeskanzler Stocker sieht 2026 als ein Schlüsseljahr für den Kontinent. Sein Ziel ist es, den Wohlstand und die Arbeitsplätze in Europa zu sichern und eine Abwanderung der Industrie zu verhindern. Wie aus seinem am Dienstag verbreiteten Schreiben hervorgeht, fordert er unter anderem, bei den Energiepreisen anzusetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Zudem sollen Großprojekte, etwa beim Wiederaufbau der Ukraine, gezielt der europäischen Wirtschaft zugutekommen. Stocker macht sich auch für einen vertieften Binnenmarkt mit weniger Bürokratie und für fairen Wettbewerb stark.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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