Minusgrade, eisiger Wind und trotzdem schnüren Sie die Laufschuhe? Hut ab! Doch Vorsicht: Ihr Training könnte böse enden, wenn Sie den falschen Stoff auf der Haut tragen. Ein ganz bestimmtes Material ist bei Kälte absolut tabu.
Der fatale Fehler: Warum Baumwolle im Winter nicht die erste Wahl sein sollte
Es klingt so harmlos und fühlt sich auf der Couch so gemütlich an: das gute alte Baumwoll-Shirt. Doch beim Wintersport wird der Naturstoff zum Gesundheitsrisiko, da sich die Baumwolle „wie ein Schwamm“ vollsaugt und die Feuchtigkeit nicht mehr abgibt.
Das Problem dabei ist tückisch: Selbst bei Minusgraden schwitzen wir. Fit For Fun warnt eindringlich: Baumwollfasern können Wasser aufnehmen, das bis zum 27-fachen ihres eigenen Gewichts entspricht. Das Resultat ist fatal: Statt den Schweiß nach außen zu transportieren, bleibt er direkt auf der Haut kleben. Das Shirt wird zur nassen, kalten Kompresse.
Unterkühlung droht: Wenn der Körper die Heizung abdreht
Die Folgen spüren Sie sofort, wenn Sie kurz stehen bleiben: Sie frieren bis auf die Knochen. Doch es geht nicht nur um ein bisschen Gänsehaut. Nasse Kleidung entzieht dem Körper rasend schnell Wärme. Die Folge: Der Körper kühlt aus, die Immunabwehr schwächelt und Viren haben leichtes Spiel. Das Risiko für Erkältungen und Muskelverspannungen explodiert förmlich. Wer mit nasser Baumwolle im eisigen Wind steht, riskiert seine Gesundheit.
Die Rettung: Setzen Sie auf Hightech statt Naturfaser
Zum Glück gibt es eine einfache Lösung, um trocken und warm zu bleiben. Die Devise lautet: Zwiebelprinzip mit den richtigen Stoffen.
Schicht 1: Die Basis muss stimmen
Vergessen Sie das Baumwoll-Unterhemd! Stattdessen greifen Sie bei der erste Schicht, die direkt auf der Haut liegt, lieber zu atmungsaktiven Materialien wie Polyester oder Merinowolle. Diese leiten die Feuchtigkeit sofort vom Körper weg.
Schicht 2 & 3: Wärme und Schutz
Darüber tragen Sie eine Isolationsschicht (z.B. Fleece) und eine windabweisende Jacke. So bleibt die Wärme drin und die Nässe draußen.
Darauf müssen Sie beim Kauf achten
Wer jetzt seinen Kleiderschrank ausmistet, sollte beim Neukauf genau hinschauen. Achten Sie laut Experten auf Bezeichnungen wie „Moisture Wicking“ (Feuchtigkeitstransport), „Quick Dry“ oder schlicht „Atmungsaktiv“.
Besonders Merinowolle gilt als echte Wunderwaffe: Sie hält warm, bleibt auch im feuchten Zustand isolierend und riecht nicht so schnell wie reine Kunstfaser. Allerdings hat Qualität ihren Preis.
Quellen: oe24.at, Fit For Fun
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