Das Ende der Zuckerl-Koalition endet süß-sauer – und mit einem bitteren Nachgeschmack: Die Sozialdemokraten wollen so nicht auf sich sitzenlassen, dass aufgrund der Forderungen der SPÖ die Dreier-Koalition mit ÖVP und den Neos gescheitert ist.
Die SPÖ kampagnisiert nun massiv gegen die Volkspartei: Die ÖVP-Spitzenpolitiker werden in den Postings, die auf der SPÖ-Homepage zu finden und bereits in den Social-Media-Kanälen zu sehen sind, als „Wendehälse“ oder „Steigbügelhalter“ beschimpft.
Als Mastermind für das Platzen der Koalitions-Verhandlungen sehen die Sozialdemokraten den Wirtschaftsflügel der Volkspartei. Heftige Kritik hagelt es insbesondere an Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und Georg Knill, dem Chef der Industriellenvereinigung. „Sie wollten noch mehr Steuergeschenke für Banken und Konzerne durchsetzen – obwohl uns diese Politik das Budgetloch erst eingebrockt hat“, behauptet die SPÖ.
Insgesamt sechs Sujets können via SPÖ-Homepage auf Facebook, Instagram und X geteilt werden. Dazu schreibt das Team um Andreas Babler: „Monatelang hat die ÖVP großspurig behauptet: Keine Koalition mit der Kickl-FPÖ. Keine Gespräche. Keine Zusammenarbeit. Der neue ÖVP-Obmann Christian Stocker hat KicklnochvorwenigenWochenalsSicherheitsrisikobezeichnet.Jetzt ist die ÖVP der Steigbügelhalter für einen rechtsextremen FPÖ-Kanzler. Das sind schlechte Nachrichten für unser Land – für unseren Sozialstaat, für unsere Pensionen und für unser Gesundheitssystem.“
Ob die Kampagne so gut ankommt, wie sich das die SPÖ erwartet, ist noch nicht klar: Immerhin haben bekanntlich auch die Neos einiges über den Verhandlungsstil von Andreas Babler und seinen Forderungen berichtet.
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