Der Fall des wegen Kindesmissbrauchs angeklagten Kabarettisten Günther Paal („Gunkl“) beschäftigt weiterhin die Öffentlichkeit. Nun hat sich auch Sängerin Jazz Gitti mit ungewöhnlich scharfen Worten zu Wort gemeldet.
„Wütend, emotional und sehr traurig“
In einer längeren Instagram-Nachricht beschreibt die 80-Jährige ihre Gefühlslage zum Fall als „wütend und zugleich emotional und sehr traurig“. Gleichzeitig richtet sie einen direkten Appell an ihre Fans: „Schützt eure Kinder!“
Höchststrafe für alle drei Angeklagten gefordert
In einem begleitenden Video wird deutlich, wie aufgebracht die Sängerin ist: „Der Mutter und der Oma und dem ‚Gunkl‘ wünsche ich die Höchststrafe.“ Sie bezieht sich damit auf den Vorwurf des sexuellen Übergriffs auf ein heute vierjähriges Kind. Was dem Mädchen angetan worden sei, bezeichnet sie als „so eine Gemeinheit“ – das Kind müsse nun „ihr ganzes Leben lang leiden“. Auch gegenüber Paal selbst findet sie drastische Worte: „Er muss froh sein, dass ich nicht die Richterin bin.“
Bereits zuvor deutliche Kritik geäußert
Schon Ende der vergangenen Woche hatte sich Jazz Gitti erstmals auf Instagram zu dem Fall geäußert. Sie habe mit sich gerungen, ob sie sich überhaupt öffentlich dazu äußern solle, erklärte aber: „Ich bin total schockiert, also muss ich was sagen.“ Bereits damals bezeichnete sie das Verhältnis zwischen Paal sowie der Mutter und Großmutter des Mädchens als „komisch“ und zeigte sich fassungslos darüber, dass Mutter und Großmutter das Kind einem erwachsenen Mann überlassen hätten. Auch zu diesem Zeitpunkt forderte sie bereits für alle drei Beteiligten die Höchststrafe.
Die Vorwürfe im Überblick
Dem 64-jährigen Paal wirft die Staatsanwaltschaft Wien einen sexuellen Übergriff auf ein damals vierjähriges Kind sowie den Besitz von Missbrauchsmaterial vor. Neben ihm sind die 42-jährige Petra K. sowie deren 63-jährige Mutter Edith L., die Großmutter des betroffenen Mädchens, angeklagt. Den beiden Frauen wird vorgeworfen, Paal über einen längeren Zeitraum erpresst und dabei knapp 189.000 Euro Schweigegeld erhalten zu haben – der überwiegende Teil davon in bar. Bei der letzten Geldübergabe von 30.000 Euro am Wiener Hauptbahnhof wurden beide Frauen festgenommen. Für alle drei Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Hinweis: Wenn du oder jemand, den du kennst, Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt benötigt: Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555; Rat auf Draht: 147; Autonome Frauenhäuser: 01/544 08 20; Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88; Weisser Ring: 0800 112 112.
Credits: Screenshot aus FB-Video
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