Irans Kronprinz warnt Europa: „Ihr werdet enden wie der Iran“

Irans Kronprinz warnt Europa: „Ihr werdet enden wie der Iran“

Reza Pahlavi kennt den Weg in die Theokratie aus erster Hand. Jetzt schlägt er Alarm – und nennt Brüssel als konkretes Beispiel für eine schleichende Islamisierung mitten in Europa.

Ein Mann mit historischer Erfahrung meldet sich zu Wort

Reza Pahlavi ist kein gewöhnlicher Kommentator. Als Sohn des letzten iranischen Schahs erlebte er 1979 hautnah, wie sein Land innerhalb weniger Monate in eine Theokratie verwandelt wurde. Seither lebt er im Exil – und beobachtet Europa mit wachsender Sorge.

In einem exklusiven Interview mit Visegrád 24 und Middle East 24, das Ende Februar 2026 erschien, warnt er unmissverständlich vor einer schleichenden Islamisierung des Westens. „Ich habe die Europäer schon vor vielen Jahren gewarnt, dass sie eines Tages Islamisten im eigenen Hinterhof haben werden“, sagt Pahlavi. „Und wissen Sie was? Jetzt sind sie im Hinterhof Europas.“

1982 prophezeit – heute Realität?

Pahlavis Warnung ist nicht neu. Wie er im Interview schildert, erklärte er bereits 1982 einem britischen Lord: Europa betrachte den Nahen Osten als weit entfernte Region, die das eigene Leben nicht berühre. Seine damalige Prognose: Eines Tages werde radikaler Islamismus nicht mehr in der Ferne bleiben, sondern „in eurem eigenen Hinterhof“ sein.

Für ihn ist diese Prognose heute eingetroffen.

Brüssel als Beispiel: Scharia und getrennte Busse?

Besonders konkret wird Pahlavi am Beispiel Belgiens. Er berichtet von einem Iran-Experten, der unweit des Königspalasts in Brüssel lebt – und in dessen Stadtviertel Islamisten politische Forderungen stellen. Die gehen demnach weit über religiöse Symbolfragen hinaus: Es soll um die Einführung der Scharia gehen, aber auch um getrennte Busse für Männer und Frauen – mitten in der EU-Hauptstadt.

„Sind wir an einem Punkt angelangt, an dem Menschen als Gäste in ein Land kommen – und statt sich zu integrieren und unsere Werte zu respektieren, diktieren sie uns, dass wir die Scharia ins europäische System integrieren sollen?“, fragt Pahlavi.

Diese konkreten Behauptungen über Brüssel konnte bislang nicht unabhängig verifiziert werden. Pahlavi stützt sich auf Augenzeugenberichte aus seinem persönlichen Netzwerk.

Kritik am Islamophobie-Vorwurf

Pahlavi kritisiert auch, wie Warnungen vor Islamismus in westlichen Debatten oft weggewischt werden. „Vor allem die Linke“ greife sofort zum Vorwurf der Islamophobie. Dabei würden gerade muslimische Länder wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate selbst vor radikalen Strömungen warnen. „Das sind Muslime. Können Sie den Unterschied nicht erkennen?“

Iran als warnendes Beispiel

Pahlavi verweist auf die Entwicklung im Iran nach der Revolution von 1979: Unter Ayatollah Khomeini wurden im Namen der Scharia zuerst Frauen- und Familienrechte abgeschafft – und dann „ging alles bergab“. Wer wissen wolle, was die Scharia in der Praxis bedeute, solle mit jenen sprechen, die darunter leben mussten.

Seine Botschaft an Europa ist unmissverständlich: „Ich möchte nicht, dass die Europäer erst dort landen, wo die Iraner heute sind. Ich versuche nur, euch Zeit zu sparen.“

Pahlavi als Figur der iranischen Opposition

Das Interview erschien kurz nach einem weiteren öffentlichen Auftritt Pahlavis: Rund 200.000 Menschen demonstrierten am 14. Februar 2026 am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gegen die iranische Regierung Euronews – auf Aufruf von Pahlavi. Er gilt in der Exil-Community als Symbol des Widerstands, ist jedoch nicht unumstritten: Kritiker aus anderen Oppositionsgruppen bezweifeln seine demokratische Legitimität und werfen ihm vor, das Erbe seines Vaters nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben.


Quellen: Exxpress.at (22.02.2026), Interview via Visegrád 24 / Middle East 24, Euronews.de (15.02.2026), APA, Times of Israel (14.02.2026)
Credits: Von © European Union, 1998 – 2026, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=151165575 (mit KI erweitert)

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