Inflation außer Kontrolle: WIFO zerlegt Regierungspläne!

Inflation außer Kontrolle: WIFO zerlegt Regierungspläne!

Die österreichische Bundesregierung hat ein ambitioniertes Ziel: Bis 2026 soll die Inflation auf zwei Prozent sinken. Doch das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) macht kurzen Prozess mit dieser Hoffnung. Laut WIFO-Experte Josef Baumgartner ist das Ziel schlichtweg „nicht erreichbar“. Die Gründe? Eine explosive Mischung aus Basiseffekten, kommunalen Preiserhöhungen und einer Prise politischem Wunschdenken.

Zwei Prozent? Träum weiter, Österreich!

Wie der Kurier berichtet, liegt die Inflation in Österreich aktuell bei satten 4,1 Prozent – fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Eurozone. Und obwohl die Regierung mit aller Macht gegensteuern will, bleibt das WIFO skeptisch. Baumgartner rechnet für 2026 mit einer Inflationsrate von 2,6 bis 2,7 Prozent. „Das Zwei-Prozent-Ziel der Bundesregierung ist auf Basis dessen, was jetzt bekannt ist, aus unserer Sicht nicht erreichbar“, so der Experte.

Bereits in der Oktober-Prognose hatte das WIFO die Inflation für 2026 auf 2,4 Prozent geschätzt. Doch die jüngsten Entwicklungen – darunter höhere Teuerungsraten in den letzten Monaten – haben die Prognose weiter nach oben korrigiert.

Warum die Inflation trotzdem sinkt

Ein kleiner Lichtblick: Die Inflation wird 2026 voraussichtlich etwas zurückgehen. Doch das hat weniger mit politischen Maßnahmen zu tun, sondern mit statistischen Effekten. Laut Baumgartner fallen ab Januar 2026 einige Preistreiber weg, wie etwa die Strompreisbremse und höhere Energieabgaben, die 2025 eingeführt wurden. Diese sogenannten Basiseffekte könnten die Inflation um bis zu einen Prozentpunkt drücken.

Kommunen als Inflations-Booster

Während die Bundesregierung versucht, die Inflation zu senken, treiben die Gemeinden die Preise weiter in die Höhe. Baumgartner warnt, dass kommunale Maßnahmen wie höhere Öffi-Tarife, Parkgebühren und Müllabgaben 2026 stärker zur Inflation beitragen könnten als je zuvor. Besonders Wien macht hier den Anfang – und andere Städte dürften folgen.

Regierung greift tief in die Tasche

Um die Energiekosten zu senken, plant die Regierung, 500 Millionen Euro aus Bundesbeteiligungen einzusetzen. Doch laut Baumgartner wird das die Inflation nur minimal beeinflussen – bestenfalls um ein bis zwei Zehntelprozentpunkte. Ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass die Inflation weiterhin weit über dem Zielwert liegt.

Fazit: Ein Ziel, das keins ist

Die Prognosen des WIFO zeichnen ein düsteres Bild für die kommenden Jahre. Trotz aller Bemühungen der Regierung bleibt die Inflation ein hartnäckiges Problem. Und während die Bürger auf Entlastung hoffen, bleibt die Frage: Wie lange kann Österreich diesen Kurs noch halten?


Quellen:

Credits: APA

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