Hitzeschäden zwingen Asfinag zur Nachtsperre der A1

Hitzeschäden zwingen Asfinag zur Nachtsperre der A1

Die andauernde Hitzewelle hinterlässt sichtbare Spuren auf Österreichs Straßen. Weil sich der Beton der Fahrbahn an drei Stellen verformt hat, muss die Westautobahn zwischen Haag und St. Valentin für eine ganze Nacht komplett gesperrt werden.

Die Sperre im Detail

Wie die Asfinag am Mittwoch mitteilte, wird die A1 im Bezirk Amstetten zwischen den Anschlussstellen Haag und St. Valentin in Fahrtrichtung Salzburg von Donnerstagabend, 20 Uhr, bis spätestens Freitagfrüh, 5 Uhr, komplett gesperrt. Grund sind drei akute Schadstellen in der Betonfahrbahn, die laut Asfinag „aus Sicherheitsgründen umgehend repariert werden müssen“. Der Verkehr wird bei der Anschlussstelle Haag von der Autobahn abgeleitet und über die beschilderte Umleitungsstrecke entlang der B1 zur Anschlussstelle St. Valentin geführt. Wie der ÖAMTC ergänzt, bleibt die Abfahrt Haag während der gesamten Sperrzeit durchgehend nutzbar, lediglich die Auffahrt Haag ist betroffen.

Warum die Reparatur nicht warten kann

Eine Verschiebung der Arbeiten käme für die Asfinag nicht infrage: Sie würde die Verkehrssicherheit gefährden und könnte zu weiteren Fahrbahnschäden führen. Auch bei laufendem Verkehr lässt sich die Reparatur nicht durchführen. Grund dafür ist laut Asfinag die aktuelle Baustellenführung im betroffenen Abschnitt: Es steht schlicht nicht genügend Platz zur Verfügung, um die Arbeiten sicher auszuführen und gleichzeitig den Verkehr aufrechtzuerhalten.

Die Ursache: Wochenlange Hitze

Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorkommnisse der vergangenen Wochen ein. Bereits Ende Juni hatte es an praktisch derselben Stelle massive Hitzeschäden gegeben: Wie der ORF Niederösterreich berichtete, wölbten sich die Betonplatten bei Haag damals bei einem neuen Juni-Temperaturrekord von 39,3 Grad über alle drei Fahrstreifen auf. Die Ursache dafür ist physikalisch bedingt: Beton dehnt sich bei extremer Hitze aus, benachbarte Platten schieben sich dabei aufeinander und wölben sich nach oben. Die Asfinag hatte bereits damals verstärkte Kontrollfahrten angekündigt und alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, weil in ganz Österreich unvorhersehbare Hitzeschäden an Fahrbahnen auftreten könnten.

Kein neues Problem an diesem Streckenabschnitt

Der betroffene Abschnitt zwischen Haag und St. Valentin ist bereits aus der Vergangenheit als Schwachstelle bekannt: Auch im vergangenen Jahr musste dort im August wegen ähnlicher Fahrbahnschäden im Zuge einer Baustelle bereits einmal eine Nachtsperre verhängt werden, wie aus einer damaligen Aussendung der Asfinag hervorgeht.

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x