Bei einem schweren Angriff auf einen Bus mit humanitären Helfern in Gaza sind am Mittwochabend mehrere Menschen ums Leben gekommen. Laut der Gaza Humanitarian Foundation (GHF), einer von den USA und Israel unterstützten Hilfsorganisation, sollen Kämpfer der radikalislamischen Hamas für den tödlichen Angriff verantwortlich sein. Die Hamas hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Nach Angaben der Gaza Humanitarian Foundation wurde der Bus gegen 22 Uhr Ortszeit westlich von Khan Younis angegriffen. An Bord befanden sich mehr als zwei Dutzend Teammitglieder der Organisation. In einer Stellungnahme teilte die GHF mit: „Wir sammeln weiterhin Informationen, aber das Ausmaß der Tragödie ist bereits jetzt erschütternd: Mindestens fünf Todesopfer, zahlreiche Verletzte – und die Befürchtung, dass einige unserer Kolleginnen und Kollegen verschleppt wurden.“
Die Gruppe war auf dem Weg zu einem Verteilzentrum für Hilfsgüter, wie die Organisation erklärte. Weitere Informationen sollen folgen, sobald diese vorliegen.
Die GHF verurteilte den Vorfall scharf: „Wir verurteilen diesen abscheulichen und gezielten Angriff aufs Schärfste.“
Darüber hinaus beschuldigt die Organisation die Hamas, sie in den vergangenen Tagen mehrfach bedroht zu haben. In einem Statement am Sonntag hatte ein Hamas-nahes Medium erklärt, dass man sich das Recht vorbehalte, „entschlossen gegen jede Instanz oder Einzelperson vorzugehen, die mit den Plänen des Feindes kollaboriert oder sich als kriminell, gesetzesbrecherisch oder verräterisch erweist.“
„Alle Agenten, Diebe und bewaffneten kriminellen Banden gelten als legitime Ziele für den Widerstand und seine Sicherheitskräfte“, hieß es weiter.
Die Lage für humanitäre Helfer im Gazastreifen bleibt damit extrem gefährlich und unübersichtlich – vor allem in Gebieten, in denen bewaffnete Gruppen um Kontrolle ringen. Internationale Organisationen fordern verstärkte Schutzmaßnahmen für Zivilisten und Helfer in der Krisenregion.
Credit: APA
Neueste Kommentare