Wiens Grüne versprechen Autofahr-Verbot an Sonntagen

Wiens Grüne versprechen Autofahr-Verbot an Sonntagen

„An Wochenenden sollen temporäre Fußgängerzonen frisches Leben in die Stadt bringen – mit mehr Platz für Kultur und Freizeit. Bis 2030 soll es in mindestens fünf Stadtteilen regelmäßig autofreie Sonntage geben, an denen du und alle Menschen in Wien sich den Straßenraum zurückerobern können“, das versprechen die Wiener Grünen in ihrem neuen Wahlprogramm für die kommende Wien-Wahl am 27. April.

In mindestens fünf Grätzeln soll den Anwohnern also verboten werden, dass sie an Sonntagen das Auto nutzen – die Öko-Partei geht also weg von der Überzeugungs- und mit Vollgas in eine Befehls-Politik.

Außerdem wiederholt die grüne Spitzenkandidatin Judith Pühringer (die jüngst in der Zib2 von „Bäuminnen“ erzählt hat) im neuen Wahlprogramm ihre Forderung, dass in den kommenden fünf Jahren 100.000 Bäume in der Bundeshauptstadt gesetzt werden. Bei 20.000 neuen Bäumen pro Jahr summiert sich der Platzbedarf allein in zwölf Monaten auf eine  Million Quadratmeter – Wien hat gesamt eine Stadtfläche von 415 Millionen Quadratmeter. In nur drei Generationen wäre halb Wien ein einziger Wald.

Die Kosten dieses grünen Projekts wären ebenfalls nicht gering: Ein etwas größerer Baum, der gesetzt wird, kommt auf 1000 Euro, damit würde für die Aktion der Grünen jährlich 20 Millionen Euro an Steuergeld nötig sein. Und natürlich müssten auch die Grundstücke für die Bepflanzung angekauft werden, falls nicht immer eine öffentliche Stadtfläche dafür aufzutreiben wäre.

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