Die Arktisinsel Grönland wird zum Schauplatz eines geopolitischen Tauziehens. Während Dänemark und Schweden ihre militärische Präsenz verstärken, bleibt US-Präsident Donald Trump bei seiner Forderung, die Insel unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Doch was steckt hinter diesem Machtspiel?
Dänemark holt Verstärkung aus Schweden
Wie der schwedische Premierminister Ulf Kristersson in Stockholm erklärte, werden schwedische Offiziere noch heute auf Grönland eintreffen. Diese Maßnahme erfolgt auf Bitten Dänemarks, das seine militärische Präsenz auf der Insel ausbauen will. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen betonte, dass Dänemark auch innerhalb der NATO auf eine stärkere Präsenz in der Arktis drängen werde. „Wir werden unsere militärische Präsenz in Grönland weiter verstärken“, so Poulsen laut Die Presse.
Trump: „Grönland ist unverzichtbar für die USA“
US-Präsident Trump zeigt sich unbeeindruckt von den europäischen Bemühungen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit.“ Er begründete dies mit der geplanten Raketenabwehr „Golden Dome“ und warnte: „Wenn wir es nicht tun, werden es Russland oder China machen, und das wird nicht passieren!“.
Frankreich zeigt Flagge
Auch Frankreich mischt sich ein: Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte die Eröffnung eines Konsulats auf Grönland an, um die dänische Souveränität zu unterstützen. Präsident Emmanuel Macron warnte Trump vor „beispiellosen Konsequenzen“ im Falle eines Angriffs auf die Insel.
Ein geopolitisches Schachbrett
Grönland, ein autonomes Gebiet Dänemarks, ist mit seinen Rohstoffvorkommen und seiner strategischen Lage ein begehrtes Ziel. Doch die dänische Premierministerin Mette Frederiksen machte klar: „Ein Angriff der USA auf Grönland wäre das Ende der NATO.“
Quellen: exxpress.at, Die Presse, Krone, Tagesschau
Credits: APA
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