„Zu tiefst überzeugt“ ist Elke Kahr, die Bürgermeisterin von Graz, dass Waffenscheine „zu schnell vergeben werden.“ Sie fordert deshalb ein komplettes Waffenverbot im privaten Bereich. „Waffen sollte nur unsere Exekutive tragen, keine Privatpersonen“, sagt Kahr.
Sie hätte schon immer diese Meinung immer vertreten, die aktuelle Situation überzeuge sie „erst recht“, meinte Elke Kahr in einem Gespräch mit der ZiB2 in der Nacht auf Mittwoch. Die Stadtregierung hat sich gestern bereits in einer Sondersitzung zusammengefunden, um den Tag zu besprechen. „Wir sind gemeinsam durchgegangen, ob etwas verabsäumt wurde und haben die nächsten Schritte besprochen, die zu tun sind.“ Man stehe Betroffenen, Eltern und Lehrern bei, sagt Kahr. Und weiter: „Wir gehen diese Tage gemeinsam Schritt für Schritt. Jetzt hat Politik keinen Platz.“
In den nächsten Tagen gehe es darum, mit den Kindern über die Ereignisse zu reden, sagt die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) im ZIB2-Interview. „Es geht darum, Erklärungen, so gut man sie weiß, zu geben. Dass man Beistand zu gibt, Sicherheit gibt.“ Heute, Mittwoch, gebe es um 18 Uhr deshalb auch eine gemeinsame Aktion der Jugendorganisationen und des Jugendbeirates der Stadt Graz.
Bereits heftige Debatte auf X und Facebook
Auf den Social-Media-Plattformen wird die Forderung von Elke Kahr bereits emotional diskutiert: Während viele Österreicher ein generelles Waffenverbot begrüßen, argumentieren andere User, dass damit die gleiche Situation erzeugt wird, wie mit den erlassenen Messerverboten in Zonen in Wien – nämlich gar nichts, da sich Kriminelle oder Psychopathen nicht an Regeln halten. Ein User meint: „Es ist eben immer einfacher, das Werkzeug des Mörders zu verbieten, als die tiefschichtigen Gründe für eine derart schreckliche Bluttat in unserer Gesellschaft zu bekämpfen.“
Credit: APA
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