Goldpreis explodiert: Trumps Zoll-Poker um Grönland treibt Anleger in den Rausch

Goldpreis explodiert: Trumps Zoll-Poker um Grönland treibt Anleger in den Rausch

Die Finanzmärkte sind in heller Aufregung. Politische Spannungen um Grönland und aggressive Zolldrohungen aus Washington lösen eine massive Fluchtbewegung aus den Aktienmärkten aus. Anleger suchen ihr Heil in Krisenwährungen, und einer profitiert ganz besonders: das Gold. Das Edelmetall klettert auf ein neues, schwindelerregendes Rekordhoch.

Gold auf Rekordjagd

Der Goldpreis hat am Mittwoch ein historisches Allzeithoch erreicht. Der Preis kletterte für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) auf unglaubliche 4.878 Dollar. Das entspricht einem Anstieg von fast 74 Prozent innerhalb von nur einem Jahr. Marktbeobachter sind sich einig: Dieser Goldrausch ist weniger von der Wirtschaft als von der Politik getrieben. Die Verunsicherung an den Märkten ist mit Händen zu greifen.

Trump lässt die Muskeln spielen

Auslöser der aktuellen Nervosität ist einmal mehr US-Präsident Donald Trump. Sein langjähriger Wunsch, Grönland zu kaufen, sorgt für neuen Zündstoff. Weil Dänemark und die EU einen Verkauf oder einen US-Zugriff auf die riesige Insel blockieren, droht Trump mit harten Konsequenzen. Wie die Bild-Zeitung meldet, kündigte er Strafzölle gegen acht europäische Länder an, darunter Deutschland, Frankreich und Dänemark. Ab dem 1. Februar sollen Zölle von zehn Prozent auf Waren erhoben werden, ab Juni könnten es sogar 25 Prozent sein.

Angst vor neuem Handelskrieg lähmt die Börsen

Diese Drohungen schicken Schockwellen durch die Finanzwelt. Investoren fürchten einen neuen, eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und Europa. Die Folgen für Exportnationen wie Deutschland wären gravierend. Die Unsicherheit sorgte für deutliche Verluste an den Aktienmärkten. Der deutsche Leitindex DAX gab in der vergangenen Woche um 2,6 Prozent nach. Auch in den USA dominierten rote Vorzeichen: Der S&P 500 verlor 1,87 Prozent, der Dow Jones sank um 1,36 Prozent. Händler sprechen von einer klassischen „Risk-off“-Stimmung: Raus aus dem Risiko, rein in die Sicherheit.

Flucht in die sicheren Häfen

Während Aktienkurse fallen, erleben sichere Anlagen einen wahren Boom. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der Goldpreis bereits die Marke von 5.000 Dollar ansteuert. Auch andere Edelmetalle profitieren. Der Silberpreis zog ebenfalls kräftig an und notierte, wie der Schweizer Blick.ch schreibt, mit rund 95 Dollar pro Feinunze nur knapp unter seinem Rekordhoch. Gleichzeitig werden Staatsanleihen stärker nachgefragt – ein weiteres klares Warnsignal für die Märkte. Für Anleger bleibt die Lage volatil. Solange die politischen Spannungen anhalten, werden die Entscheidungen in Washington und Brüssel die Kurse diktieren.

Quellen: oe24.at, Bild.de, Süddeutsche Zeitung, Blick.ch
Credits: APA

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