Leonore Gewessler, die Chefin der Grünen, hat in der ORF-Sendung „Zeit im Bild 2“ ordentlich ausgeteilt. Mit scharfen Worten attackierte sie die Regierung aus ÖVP, SPÖ und Neos – und das in alle Richtungen.
„Klimaschutz? Fehlanzeige!“
Gewessler ließ kein gutes Haar an der aktuellen Regierung. Besonders beim Thema Klimaschutz sieht sie schwarz. „Es wird zurückgerudert, die Natur wird zubetoniert“, wetterte sie. Ein Dorn im Auge ist ihr das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz. Laut Gewessler sei es ein Trugschluss zu glauben, dass Stromrechnungen automatisch sinken würden. „Ein Gesetzestext senkt noch keinen Preis“, betonte sie und kritisierte das Fehlen konkreter Maßnahmen wie klare Regeln gegen Übergewinne der Landesenergieversorger oder einen Netzinfrastruktur-Fonds.
Brief an die Landeshauptleute: „Stoppt die Einschnitte!“
Doch damit nicht genug: Gewessler kritisierte auch die geplanten Kürzungen in den Bundesländern. Sie verwies auf die Proteste im Pflegebereich und forderte die Rücknahme des Sparpakets. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat sie nach eigenen Angaben einen Brief an alle Landeshauptleute geschickt. Darin fordert sie, die geplanten Einschnitte zu stoppen.
Verbrenner-Ende: „China zieht uns davon!“
Auch beim Thema Mobilität fand Gewessler klare Worte. Das Aufweichen des Verbrenner-Endes sei „genau die falsche Entscheidung“. Sie warnte, dass Europa im Vergleich zu China, das mit E-Autos vorprescht, ins Hintertreffen gerate.
Kritik aus der Bevölkerung: „Reden ist leichter als handeln“
Die Reaktionen auf Gewesslers Auftritt ließen nicht lange auf sich warten. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) hagelte es Kritik. Ein User schrieb: „Sie haben jahrelang mitregiert, Frau Gewessler – jahrelang ist nichts passiert. Aber jetzt groß reden. Ist klar.“ Ein anderer kommentierte: „Reden ist wohl immer leichter, als wirklich etwas zu tun.“
Credits: APA
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