Gesetz unterzeichnet: Trump gibt Epstein-Akten frei

Gesetz unterzeichnet: Trump gibt Epstein-Akten frei

Nach monatelangem Zögern und wachsendem Druck aus den eigenen Reihen hat US-Präsident Donald Trump nun doch nachgegeben: Er unterzeichnete das Gesetz zur Freigabe der Justizakten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Das gab der Präsident am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social bekannt. Die Welt wartet nun gespannt auf die Enthüllungen, die in den kommenden Wochen ans Licht kommen könnten.

Was lange währt, wird endlich wahr?

Wie oe24.at berichtet, hatte sich der Präsident lange gegen die Veröffentlichung der brisanten Dokumente gewehrt. Doch das Parlament machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Der US-Senat billigte die Resolution am Dienstag einstimmig, nachdem das Repräsentantenhaus bereits mit einer überwältigenden Mehrheit von 427 zu einer Stimme dafür gestimmt hatte. Trump blieb kaum eine andere Wahl, als dem Druck nachzugeben, um eine Blamage durch seine eigene Partei zu vermeiden.

Die dunkle Welt des Jeffrey Epstein

Der Fall Epstein erschüttert seit Jahren die High Society. Der millionenschwere Finanzier war bestens vernetzt und soll einen systematischen Missbrauchsring betrieben haben, dem zahlreiche junge Frauen und sogar Minderjährige zum Opfer fielen. Nachdem der Fall erneut aufgerollt wurde, fand man Epstein 2019 tot in seiner Gefängniszelle. Offizielle Todesursache: Suizid. Doch sein plötzlicher Tod und seine engen Kontakte zu den Reichen und Mächtigen befeuerten unzählige Spekulationen – auch über eine mögliche Verwicklung von Donald Trump, der nachweislich Zeit mit Epstein verbracht hat.

Was kommt jetzt ans Licht?

Laut dem nun unterzeichneten Gesetz muss das Justizministerium die nicht als geheim eingestuften Akten innerhalb von 30 Tagen veröffentlichen. Spätestens Mitte Dezember könnte es also so weit sein. Im Fokus stehen Unterlagen des FBI und der Staatsanwaltschaft, die sowohl die Ermittlungen gegen Epstein als auch Informationen zu seiner Haft und seinen Todesumständen dokumentieren. Auch Akten zu seiner verurteilten Komplizin Ghislaine Maxwell sollen offengelegt werden.

Die große Hoffnung der Opfer

Opfer und Politiker erhoffen sich von der Veröffentlichung endlich Antworten und die vollständige Aufklärung des Skandals. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene forderte unlängst: „Ich will jeden einzelnen Namen veröffentlicht sehen, sodass diese Frauen nicht mehr in Angst und Einschüchterung leben müssen.“

Bleibt die ganze Wahrheit verborgen?

Trotz der angeordneten Freigabe bleiben Zweifel. Kritiker befürchten, dass die brisantesten Details weiterhin unter Verschluss bleiben könnten. Wie oe24 berichtet, räumt das Gesetz dem Justizministerium Sonderrechte ein. Informationen dürfen geschwärzt oder zurückgehalten werden, wenn sie die nationale Sicherheit gefährden, personenbezogene Daten von Opfern betreffen oder laufende Ermittlungen beeinträchtigen könnten. Ein möglicher Schachzug, denn Trump hatte kurz zuvor neue Untersuchungen zu Epsteins Verbindungen, unter anderem zum Ex-Präsidenten Bill Clinton, angestoßen. Dies könnte nun als Vorwand dienen, bestimmte Akten doch nicht freizugeben.

Credits: APA

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