Gerüchte um neue Partei: Unternehmer Zöchling liebäugelt mit der Politik

Gerüchte um neue Partei: Unternehmer Zöchling liebäugelt mit der Politik

In der österreichischen Politiklandschaft wird getuschelt: Plant der erfolgreiche Unternehmer Stephan Zöchling einen Einstieg in die Politik? Der Chef des Autozulieferers Remus sorgt mit scharfer Kritik und gezielten Auftritten seit einiger Zeit für Gesprächsstoff. Seine Online-Plattform „zusammen stärker“ und die Zusammenarbeit mit einem prominenten Wahlkampfstrategen heizen die Spekulationen weiter an.

TV-Auftritte und Kritik an der Wirtschaftskammer

Stephan Zöchling ist in letzter Zeit immer häufiger in TV-Sendungen zu sehen, wo er kein Blatt vor den Mund nimmt. Besonders die Wirtschaftskammer und SPÖ-Chef Andreas Babler stehen im Fokus seiner Kritik. In Gastkommentaren fordert er einen „Neustart“ an der Spitze der Wirtschaftskammer Wien und prangert Strukturen an, die er als nicht mehr zeitgemäß empfindet.

In einem Gespräch mit Martin Engelberg erklärte Zöchling, dass der Auslöser für seine öffentliche Kritik eine geplante Gehaltserhöhung für Funktionäre der Wirtschaftskammer in einer Zeit der wirtschaftlichen Rezession war. Er bezeichnete die Strukturen innerhalb der Kammer, die in einem Profil-Artikel aufgedeckt wurden, als von „Vetternwirtschaft“ und „Nepotismus“ geprägt und zog Vergleiche zu „mafiosen Verhaltensmustern“.

Zusammenarbeit mit Kurz-Vertrautem und eine mysteriöse Plattform

Besonders pikant: Hinter Zöchlings Plattform „zusammen stärker“ steht, wie oe24 berichtet, der erfahrene Wahl-Campaigner Philipp Maderthaner. Dieser war einst für die Kampagnen von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz verantwortlich. Diese Verbindung lässt viele Beobachter aufhorchen und nährt die Gerüchte über eine mögliche politische Kandidatur. Die Plattform wurde ursprünglich gegründet, um, so Zöchling im Interview mit Engelberg, Herbert Kickl als Bundeskanzler zu verhindern.

Beobachter wollen Zöchling auch beim Wiener Opernball in einer Loge von Sebastian Kurz gesehen haben, wo er sich bestens unterhalten haben soll. Insider berichten laut oe24, dass es nach der Absage von Christian Kern als SPÖ-Spitzenkandidat neue Bemühungen geben könnte, Kurz zur Gründung einer neuen Partei zu bewegen, in der Zöchling eine Rolle spielen könnte.

„Es könnte passieren“

Auf seine politischen Ambitionen direkt angesprochen, hält sich der Unternehmer bedeckt, aber nicht ablehnend. Gegenüber oe24 erklärte er: „Ich bin ein politischer Mensch und sehe, dass es viel zu tun gibt in Österreich.“ Er werde sich konstruktiv einbringen, um positive Impulse zu setzen.

Im Gespräch mit Martin Engelberg wurde er noch konkreter. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, wie einst Hans Peter Haselsteiner für das Liberale Forum ins Parlament zu gehen, antwortete Zöchling klar mit „Ja“. Er fügte hinzu: „Es könnte passieren.“ Gleichzeitig zeigte er sich skeptisch, ob die bestehenden Parteien bereit seien für Quereinsteiger wie ihn, die „so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“. Ob Zöchling also den Sprung in die Politik wagt, bleibt abzuwarten.

Quellen: oe24.at, derstandard.at, youtube.com/@Engelberg_Podcast

Credits: APA

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