Geld-Schock bei den Parteien: Wer ist pleite, wer schwimmt im Geld?

Geld-Schock bei den Parteien: Wer ist pleite, wer schwimmt im Geld?

Das Superwahljahr 2024 hat tiefe Spuren in den Kassen der heimischen Politik hinterlassen. Die nackten Zahlen der jetzt veröffentlichten Rechenschaftsberichte zeigen ein dramatisches Bild: Während die Kanzlerpartei tief in die roten Zahlen rutscht, lachen sich andere ins Fäustchen. Wie oe24.at unter Berufung auf den Rechnungshof berichtet, klaffen zwischen den Parteien finanzielle Welten.

Kanzler-Partei im Schulden-Sumpf

Für die ÖVP war 2024 offenbar ein teures Jahr. Die Kasse klingelt – aber leider nur beim Schuldenzähler. Nach den Wahlen für EU, Nationalrat und zwei Landtage hat sich das Finanzloch der Volkspartei massiv vergrößert. Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht, wuchs der Schuldenberg bis Ende 2024 auf sagenhafte 9,36 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Ende 2023 waren es noch 5,65 Millionen Euro „negatives Reinvermögen“. Laut den vorliegenden Zahlen drücken die Partei allein 5 Millionen Euro Bankschulden.

SPÖ atmet auf: Schuldenberg schrumpft

Überraschung bei den Sozialdemokraten: Trotz des intensiven Wahlkampfes konnte die SPÖ ihre Finanzen etwas sanieren. Wie oe24.at berichtet, gelang es der Partei als einziger, ihre Schuldenlast im Vergleich zum Vorjahr zu verringern. Das „negative Reinvermögen“ sank von 3 auf 1,95 Millionen Euro. Die Genossen bauten ihre Bankschulden von 4 auf 3,5 Millionen Euro ab. Ein seltener Lichtblick in der roten Bilanz.

Blaue Kassen klingeln: FPÖ ist Finanz-Kaiser

Ganz anders sieht die Welt bei den Freiheitlichen aus. Die FPÖ steht finanziell so gut da wie keine andere Parlamentspartei. Die blauen Kassen sind prall gefüllt: Die Partei meldet ein sattes Reinvermögen von 6,37 Millionen Euro. Allein auf dem Bankkonto liegen laut Bericht 6,53 Millionen Euro. Zwar mussten auch sie Federn lassen – zu Beginn des Jahres waren es noch über 8 Millionen Euro – doch im Vergleich zur Konkurrenz ist das Polster der Freiheitlichen enorm.

Die rote Sensation: Kommunisten sind die wahren Millionäre

Der wirkliche Hammer versteckt sich jedoch abseits des Parlaments. Die reichste Partei Österreichs sitzt gar nicht im Nationalrat! Wie die veröffentlichten Zahlen zeigen, ist die KPÖ die mit Abstand vermögendste politische Kraft im Land. Die Kommunisten weisen ein unglaubliches Reinvermögen von 10,76 Millionen Euro aus. Der Löwenanteil davon – rund 9,1 Millionen Euro – steckt in Immobilien und Grundbesitz. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Kommunisten die wahren Großkapitalisten der Parteienlandschaft sind?

Neos und Grüne: Klein aber fein im Plus

Auch die kleineren Regierungspartner schreiben schwarze Zahlen, wenn auch bescheidener. Die Grünen bilanzieren laut oe24.at mit einem soliden Plus von 1,2 Millionen Euro. Bei den NEOS wurde es hingegen knapp: Ihr Vermögen schmolz im Wahljahr von 3 Millionen Euro auf nur noch 27.600 Euro zusammen. Die Pinken sind zwar noch im Plus, aber der finanzielle Spielraum ist deutlich enger geworden.

Credits: APA

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