Geheimgespräche zwischen USA und Russland? Der 28-Punkte-Plan für den Ukraine-Frieden

Geheimgespräche zwischen USA und Russland? Der 28-Punkte-Plan für den Ukraine-Frieden

Eine aufsehenerregende Meldung sorgt auf dem internationalen Parkett für Wirbel: Die USA sollen an einem geheimen 28-Punkte-Plan arbeiten, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Brisant dabei: Russland ist offenbar in die Gespräche involviert. Wie das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA und Russland berichtet, soll diese Initiative in Anlehnung an den Plan für den Gazastreifen entstehen und ein umfassendes Abkommen zum Ziel haben. Auf dem Tisch liegen demnach Frieden für die Ukraine, zukünftige Sicherheitsgarantien für das Land, die europäische Sicherheit im Allgemeinen und die künftige Beziehung zwischen den USA und Russland.

Geheime Verhandlungen hinter den Kulissen

Die diplomatischen Bemühungen werden laut dem Bericht von hochrangigen Gesandten geleitet. Für die amerikanische Seite soll der Sondergesandte Steve Witkoff die Verhandlungen führen, während Russland von Kirill Dmitrijew vertreten wird. Die Gespräche scheinen bereits auf Hochtouren zu laufen. Wie Axios unter Berufung auf eine ukrainische Quelle weiter meldet, habe Witkoff den Plan bereits Anfang dieser Woche in Miami mit dem ukrainischen Sicherheitsberater Rustem Umerow erörtert. Ein US-Insider habe zudem ausgesagt, dass die US-Regierung auch ihre europäischen Partner bereits über die Entwicklungen informiert habe. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Weißen Haus blieb bislang aus.

Moskau wiegelt ab, Kiew sucht Unterstützung

Während Washington schweigt, hat der Kreml die Bedeutung des Axios-Berichts öffentlich heruntergespielt. Es gebe diesbezüglich „keine Neuigkeiten“, die man mitteilen könne, so Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Abgesehen vom Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin im August in Alaska habe es keine neuen Entwicklungen gegeben. Putin hatte seine Kernbedingungen für einen Frieden bereits im Juni 2024 dargelegt und forderte damals Kiews Verzicht auf einen NATO-Beitritt sowie den vollständigen Abzug ukrainischer Truppen aus den vier Provinzen, die Moskau völkerrechtswidrig annektiert hatte.

Unterdessen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in die Türkei gereist, um die diplomatischen Bemühungen wiederzubeleben. Sein Stabschef Andrij Jermak bestätigte am Mittwoch, in „ständigem Austausch“ mit dem US-Sondergesandten Witkoff zu stehen. Während russische Vertreter an den Gesprächen in der Türkei nicht teilnehmen, will Selenskyj unbedingt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen, um ein stärkeres Engagement der USA bei der Suche nach einer Friedenslösung zu erreichen. „Alle geplanten Treffen finden planmäßig und in einer sachlichen Atmosphäre statt“, betonte Jermak mit deutlichem Blick in Richtung der Vereinigten Staaten.

Quellen: Axios, oe24.at

Credits: APA

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