Gaza-Hilfsflotte gestoppt: Drei Österreicher in israelischer Haft – Meinl-Reisinger spricht von „absolut inakzeptabel“

Gaza-Hilfsflotte gestoppt: Drei Österreicher in israelischer Haft – Meinl-Reisinger spricht von „absolut inakzeptabel“

Israel hat die „Gaza Sumud Flotilla“ mit 430 Aktivisten an Bord gestoppt und alle Insassen nach Aschdod gebracht. Darunter befinden sich auch drei österreichische Staatsbürger – einer von ihnen ist laut Berichten der frühere ÖSV-Abfahrer Julian Schütter. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reagierte scharf.

430 Aktivisten gestoppt – drei Österreicher in Gewahrsam

Wie heute.at berichtet, hat das israelische Außenministerium den vollständigen Stopp der aus 51 Booten bestehenden „Gaza Sumud Flotilla“ bestätigt. Alle 430 Aktivisten wurden nach Aschdod gebracht, laut den Organisatoren sollen sie in ein Gefängnis in der israelischen Wüste überstellt werden. Ziel der Flotte sei es gewesen, „einen humanitären Korridor einzurichten und Israels illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen“, wie die Veranstalter erklärten.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) bestätigte gegenüber heute.at, dass sich derzeit drei österreichische Staatsbürger in israelischem Gewahrsam befinden. Wie heute.at berichtet, soll darunter der frühere ÖSV-Abfahrer Julian Schütter sein.

Meinl-Reisinger: „Absolut inakzeptabel“

Die Reaktion der Außenministerin ließ nicht lange auf sich warten. Wie heute.at berichtet, schrieb Meinl-Reisinger auf X: Die veröffentlichten Videos seien „absolut inakzeptabel“. Österreich habe seine Empörung bereits gegenüber der israelischen Botschaft in Wien ausgedrückt. Man habe Israel im Vorfeld zudem mehrfach aufgefordert, „mit großer Zurückhaltung zu reagieren und das Völkerrecht einzuhalten.“ Die österreichische Botschaft vor Ort unterstütze die Betroffenen, „um ihnen eine baldige Ausreise zu ermöglichen.“ Die Sicherheit österreichischer Staatsbürger habe „oberste Priorität.“

Ben-Gvirs Video empört sogar innerhalb Israels

Auslöser der diplomatischen Empörung ist ein Video, das israelischer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir verbreitete. Wie heute.at berichtet, zeigen die Aufnahmen Gaza-Aktivisten in Aschdod auf den Knien, während Ben-Gvir zwischen den gefesselten Menschen die israelische Flagge schwenkt und ruft: „Willkommen in Israel, wir sind hier die Hausherren.“

Die Aufnahmen sorgten sogar innerhalb Israels für scharfe Kritik. Wie heute.at festhält, erklärte Premier Benjamin Netanjahu, der Umgang mit den Aktivisten entspreche nicht den „Werten und Normen Israels.“ Außenminister Gideon Saar schrieb auf X, Ben-Gvir habe „unserem Staat mit diesem beschämenden Auftritt wissentlich Schaden zugefügt“ und sei „nicht das Gesicht von Israel.“

Credits: APA

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