Das Mobilitätsministerium unter der Leitung von Peter Hanke (SPÖ) steht in der Kritik: Der erste österreichische Fußverkehrsgipfel, der im September 2025 in Graz stattfand, sorgte nicht nur für Diskussionen über die Förderung des Zufußgehens, sondern auch über die Kosten. Wie aus einer Anfrage des FPÖ-Generalsekretärs Michael Schnedlitz hervorgeht, beliefen sich allein die Bewirtungskosten für die zweitägige Veranstaltung auf 49.117,87 Euro. Dies wurde von Hanke offiziell bestätigt.
Hochkarätige Konferenz mit internationaler Beteiligung
Der Fußverkehrsgipfel, organisiert im Rahmen der Initiative „Österreich zu Fuß“, wurde als Plattform für den Austausch über das Zufußgehen als eigenständige Mobilitätsform ins Leben gerufen. Laut der offiziellen Website „oesterreichzufuss.at“ war die Konferenz hochkarätig besetzt und zog auch internationale Expertinnen und Experten an. Ziel war es, das Gehen in Österreich attraktiver und sicherer zu machen und Synergien zwischen Freizeit- und Alltagsmobilität zu schaffen.
Kritik an hohen Ausgaben
Die hohen Kosten für die Veranstaltung werfen jedoch Fragen auf. Neben den Bewirtungskosten wurden auch andere Ausgaben des Ministeriums unter die Lupe genommen. So investierte das Büro von NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr beispielsweise 10.600 Euro in blickdichte Vorhänge, während Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) einen Laptop-Blickschutzfilter für 20 Euro anschaffte. Diese Ausgaben wurden ebenfalls im Rahmen der Anfrage von Schnedlitz offengelegt.
Zukunft des Gipfels
Im kommenden Jahr soll der Fußverkehrsgipfel mit dem Radgipfel zusammengelegt werden. Die Veranstaltung ist für den 9. bis 11. September 2026 in Eisenstadt geplant. Ob die Kosten für diese kombinierte Veranstaltung ähnlich hoch ausfallen werden, bleibt abzuwarten.
Hintergrund: „Österreich zu Fuß“
Die Initiative „Österreich zu Fuß“ wurde vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) ins Leben gerufen und ist Teil des „Masterplan Gehen 2030“. Ziel ist es, das Zufußgehen als umweltfreundliche und gesunde Mobilitätsform zu fördern. Die dazugehörige Website „oesterreichzufuss.at“ wurde für über 300.000 Euro entwickelt, wie eine weitere Anfrage von Schnedlitz ergab. Die Plattform bietet unter anderem Informationen zu Veranstaltungen wie dem Fußverkehrsgipfel und richtet sich an Unternehmen mit Angeboten wie „gehenden Meetings“.
Quellen: oe24.at, oesterreichzufuss.at, heute.at
Credits: APA
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