Ein Hoffnungsschimmer in Miami?
Die Welt blickt gespannt auf Miami, wo sich hochrangige Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands zu Friedensgesprächen trafen. Laut der Tagesschau schlugen die USA ein trilaterales Treffen der nationalen Sicherheitsberater vor – ein Format, das seit Monaten nicht mehr auf dem Tisch war. Präsident Selenskyj zeigte sich offen, stellte jedoch klare Bedingungen: „Ein solches Treffen muss konkrete Ergebnisse wie den Austausch von Kriegsgefangenen bringen.“
Doch während in den Konferenzräumen über Frieden diskutiert wurde, tobte der Krieg weiter. Russische Luftangriffe auf Odessa forderten erneut Opfer, wie DW berichtet. Selenskyj warf Moskau vor, die Ukraine weiterhin von der Seelogistik abschneiden zu wollen.
Die „russische Wunschliste“ sorgt für Aufregung
Ein zentraler Streitpunkt bleibt der von vielen als „russische Wunschliste“ bezeichnete 28-Punkte-Plan, der von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner mitentwickelt wurde. Laut Axios fordert der Plan unter anderem, dass die Ukraine auf NATO-Mitgliedschaft verzichtet und Gebiete wie die Krim und Teile des Donbass an Russland abtritt. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen Russland gelockert und Milliarden für den Wiederaufbau der Ukraine bereitgestellt werden.
Selenskyj zeigte sich skeptisch, betonte jedoch, dass der Plan „verhandelbar“ sei. „Es gibt gute Ideen, die zu einem dauerhaften Frieden beitragen könnten“, schrieb er auf Facebook.
Moskau: Fortschritte, aber mit Vorbehalten
Das russische Außenministerium sieht laut Baseljetzt „langsame, aber sichere Fortschritte“ in den Gesprächen mit den USA. Sprecherin Maria Sacharowa nutzte die Gelegenheit, um Europa zu kritisieren: „Die westeuropäischen Länder torpedieren die Fortschritte.“ Gleichzeitig betonte sie Russlands Bereitschaft, ein Nichtangriffsabkommen mit NATO-Ländern zu unterzeichnen.
Ein Ende des Krieges in Sicht?
Trotz der Gespräche bleibt die Lage angespannt. Während die Verhandlungen in Miami als „konstruktiv“ beschrieben werden, gehen die Kämpfe unvermindert weiter. Laut DW griff Russland erneut die Schwarzmeerregion an, während die Ukraine mit Drohnenangriffen auf russische Ziele reagierte.
Credits: APA
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