Fehde mit Trump: Elon Musk erhält Asyl-Angebot aus Russland

Fehde mit Trump: Elon Musk erhält Asyl-Angebot aus Russland

Russland würde dem X- und Tesla-Milliardär Elon Musk (53) Asyl gewähren, das sagte jetzt Dmitri Nowikow, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses der russischen Staatsduma. Falls sich der Streit mit US-Präsident Donald Trump (78) noch zuspitzt, hätte Musk jedenfalls eine sichere Bleibe in St. Petersburg oder Moskau.

Die politische Auseinandersetzung zwischen dem US-Tech-Milliardär Elon Musk und US-Präsident Donald Trump hat eine neue, überraschende Wendung genommen: Ein hochrangiger russischer Politiker hat politisches Asyl für Musk ins Spiel gebracht – Musk könne in Russland Schutz suchen.

Der Vorschlag stammt von Dmitri Nowikow, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses der russischen Staatsduma, berichtet das US-Magazin Newsweek. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur TASS sagte Nowikow: „Ich denke, Musk spielt ein ganz eigenes Spiel – er wird kein politisches Asyl benötigen. Aber wenn doch, könnte Russland es ihm natürlich gewähren.“

Die Bemerkung ist natürlich nur symbolisch gemeint und eine Umsetzung absolut unrealistisch, doch sie unterstreicht, wie sehr der öffentlich ausgetragene Konflikt zwischen Musk und Trump mittlerweile internationale Aufmerksamkeit erregt.

Vom Verbündeten zum Gegner

Trump und Musk galten über Jahre hinweg als wirtschaftspolitisch nahestehend – etwa bei der Forderung nach weniger Regulierung und staatlichen Ausgaben. Doch in den vergangenen Wochen ist das Verhältnis der beiden schwer beschädigt worden. Der Streit entzündete sich an Trumps Gesetzesvorhaben „One Big Beautiful Bill“, das unter anderem eine Verlängerung seiner Steuersenkungen und Investitionen in Grenzsicherung vorsieht.

Musk warnte öffentlich vor den Folgen für den US-Schuldenstand. Trump wiederum behauptete, Musk sei wütend, weil er die von der Regierung erlassenen E-Auto-Vorgaben zurückgenommen habe – Regelungen, von denen Tesla zuvor stark profitierte.

Auf Truth Social schrieb Trump: „Elon ist durchgedreht! Ich habe ihn gebeten zu gehen und seine Elektroauto-Vorgabe gestrichen – und das wusste er schon seit Monaten!“

Musk konterte wenig später auf X (ehemals Twitter) mit einem harten Vorwurf: „Zeit, die große Bombe platzen zu lassen: @realDonaldTrump ist in den Epstein-Akten. Das ist der wahre Grund, warum sie nicht veröffentlicht wurden. Einen schönen Tag noch, DJT!“

In einem weiteren Post schrieb Musk: „Merkt euch diesen Beitrag. Die Wahrheit wird ans Licht kommen.“

Zudem forderte der Tesla- und SpaceX-Chef in einem späteren Kommentar sogar ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

Spannungen mit geopolitischem Beiklang

Dass nun ein russischer Funktionär öffentlich politisches Asyl für Musk in Aussicht stellt, dürfte nicht nur als Provokation in Richtung Washington gemeint sein. Vielmehr spiegelt es die angespannte geopolitische Lage wider: Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind auf einem Tiefpunkt, die Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg stecken in einer Sackgasse. Der letzte Verhandlungsversuch dauerte nur 90 Minuten und brachte kaum Fortschritte – lediglich ein Gefangenenaustausch wurde vereinbart.

Auch Trumps eigene Haltung gegenüber Moskau hat sich geändert. Erst kürzlich sagte er über Wladimir Putin: „Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Putin, aber irgendetwas ist mit ihm passiert.“

Credit: APA

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