Familienbonus 2026: Was Eltern jetzt wissen müssen

Familienbonus 2026: Was Eltern jetzt wissen müssen

Die österreichische Regierung hat Änderungen beim Familienbonus beschlossen, die vor allem berufstätige Eltern betreffen. Während einige Familien weiterhin von der Unterstützung profitieren, müssen andere mit Kürzungen rechnen. Durch die neuen Maßnahmen sollen 130 Millionen Euro eingespart werden.

Kürzungen ab dem vierten Geburtstag

Eltern von Kindern unter vier Jahren können aufatmen: Für sie bleibt der volle Bonus von 2.000 Euro pro Jahr und Kind erhalten. Doch ab dem vierten Geburtstag des Kindes wird es komplizierter. Laut ORF wird künftig ein Viertel des Gehalts des schlechterverdienenden Elternteils als Grundlage für die Berechnung herangezogen. In den meisten Fällen betrifft dies die Mütter, da sie häufiger in Teilzeit arbeiten. Ziel dieser Maßnahme sei es, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen.

Ausbau der Kinderbetreuung als Schlüssel

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, plant die Regierung massive Investitionen in die Kinderbetreuung. Wie Salzburg24 berichtet, sollen in den nächsten zwei Jahren jeweils 300 Millionen Euro in den Ausbau von Betreuungsplätzen, längere Öffnungszeiten und weniger Schließtage fließen. Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) betonte, dass dies ein zentraler Bestandteil der Budgetplanung sei.

Keine automatische Anpassung an die Inflation

Ein weiterer Dämpfer für Familien: Die automatische Anpassung von Sozial- und Familienleistungen an die Inflation wird auch 2028 ausgesetzt.Dies betrifft vor allem einkommensabhängige Leistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld. Insgesamt sollen durch diese Maßnahme 280 Millionen Euro eingespart werden.

Kritik und Forderungen

Die Opposition zeigt sich wenig begeistert. Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger forderte am Mittwoch, dass die Regierung nicht nur Anreize für Vollzeitbeschäftigung schaffen, sondern auch die notwendigen Betreuungs- und Bildungsangebote bereitstellen müsse. Ohne diese Maßnahmen sei die geplante Reform nicht umsetzbar, so Meinl-Reisinger.

Quellen: oe24.at, ORF, Salzburg24, Krone.at

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