Die Vereinigten Staaten ziehen sich weiter aus der internationalen Klimapolitik zurück. Wie das Aussenministerium am Freitag bestätigte, wurde das bisher für Klima-Verhandlungen zuständige Office of Global Change geschlossen. Das Büro hatte die USA bei den Klimakonferenzen der UNO vertreten.
Ein Sprecher des State Department begründete den Schritt deutlich: Man werde sich nicht an Abkommen beteiligen, „die die Werte unseres Landes nicht widerspiegeln“. Das Büro habe Initiativen unterstützt, die die USA im Rahmen des UN-Klimarats „lähmen“ würden – und sei daher „unnötig“.
Die Auflösung kommt nicht überraschend: Bereits am Dienstag hatte Aussenminister Marco Rubio seinen Reorganisationsplan vorgestellt – ohne das Klimabüro zu erwähnen. Präsident Trump hatte zudem gleich nach Beginn seiner zweiten Amtszeit den erneuten Austritt aus dem Pariser Abkommen angeordnet.
Ob die USA bei der UNO-Klimakonferenz im November in Brasilien (COP30) überhaupt noch mitverhandeln, ist fraglich. Sollte Washington auch dort fernbleiben, wäre das ein massiver Rückzug aus der globalen Klimadiplomatie – und die Weltgrösste Volkswirtschaft würde als zweitgrösster CO₂-Emittent nicht mehr am Tisch sitzen.
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