Am Montag, den 16. März 2026, verstarb der renommierte Jurist und ehemalige Politiker Alfred J. Noll im Alter von 66 Jahren. Noll hinterlässt eine beeindruckende Lebensgeschichte, die von intellektueller Brillanz und gesellschaftlichem Engagement geprägt war.
Vom Techniker zum Rechtsgelehrten
Geboren 1960 in Salzburg, begann Noll seinen beruflichen Werdegang zunächst als Fernmeldetechniker. Doch schon bald zog es ihn in die Welt der Wissenschaft und des Rechts. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Salzburg und einer Promotion zum Dr. jur. widmete er sich ab 1992 als Rechtsanwalt in Wien vor allem dem Medien- und Urheberrecht. Seine Expertise machte ihn zu einem gefragten Berater und Vertreter in prominenten Fällen, wie etwa der Restitutions-Causa um Gustav Klimts „Amalie Zuckerkandl“.
Politisches Engagement und die Liste Pilz
Nolls politisches Wirken begann an der Seite von Peter Pilz, mit dem er 2017 die „Liste Pilz“ (später „Liste Jetzt“) gründete. Als Abgeordneter im Nationalrat setzte er sich für Transparenz und Gerechtigkeit ein. Doch die politische Bühne war nicht frei von Konflikten: Nach internen Spannungen zog sich Noll 2019 aus der Politik zurück.
Ein Mann der vielen Talente
Neben seiner juristischen und politischen Karriere war Noll auch ein leidenschaftlicher Publizist und Künstler. Seine Gastbeiträge erschienen in renommierten Medien wie der FAZ, der taz und dem Standard. Zudem moderierte er die Radiosendung „Die Kunst der Demokratie“ und widmete sich in seiner Freizeit der Malerei.
Ein Verlust für Österreich
Mit Alfred J. Noll verliert Österreich nicht nur einen brillanten Juristen, sondern auch einen scharfsinnigen Denker und engagierten Bürger.
Quellen: oe24, Der Standard, Wikipedia
Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk / Wikipedia
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