Sie waren fast noch Kinder, die Opfer des Serienmörders Artur A. im BORG Dreierschützengasse in Graz: „Wir beten für ihre Seele“, schreibt dazu eine völlig gebrochene Tante zum Tod ihrer Nichte Lea (15) auf Facebook. Und der Bürgermeister des Geburtsorts von Lea – Vitina im Kosovo – trauert mit der ganzen Gemeinde um das Mädchen.
Es sind Menschen, Seelen, Gesichter – auch wenn manche Politiker wollen, dass die erschossenen Mädchen und Buben anonyme Opfer bleiben, damit ihr tragisches Ende bald vergessen wird, wie schon bei dem grausamen Serienmord von Alen R. in der Grazer Innenstadt am 9. Juni 2015. Ein Bild jedes getöteten Schülers, jeder getöteten Schülerin zeigt aber: Das waren Menschen – so wie unsere Kinder, unsere Nichten und Neffen.
Bürgermeister trauert im Kosovo
Der Bürgermeister von Vitina Sokol Haliti macht das, was menschlich ist: Er trauert offen auf Facebook über den Tod der kleinen Lea, die nun mit erst 15 Jahren bei dem Massaker im BORG Dreierschützengasse sterben musste. Haliti: „Ich war zutiefst erschüttert über die Nachricht vom tragischen Verlust von Lea aus unserer Gemeinde, die bei dem schweren Angriff, der sich heute in der Stadt Graz in Österreich ereignet hat, ihr Leben verloren hat. Dieses schwerwiegende Ereignis hat uns alle tief getroffen. Der Verlust eines jungen Lebens, voller Träume und Hoffnung für die Zukunft, ist eine Wunde, die eine unauslöschliche Spur in der Seele eines jeden von uns hinterlässt.“
Auch die Tante Leas ist gebrochen – sie schreibt ebenfalls auf Facebook (siehe Screenshot unten): „Heute hat meine Nichte Lea tragischerweise ihr Leben bei dem Angriff in Graz verloren. Wir beten für ihre Seele und drücken unseren Dank an all diejenigen aus, die den Schmerz mit uns in diesen schwierigen Zeiten teilen.“
Es waren junge Menschen, deren Leben am gestrigen Mittwoch in wenigen Minuten beendet worden ist – nicht nur anonyme Opfer. Menschen mit Eltern, Freunden, Familie. Das Innenministerium sollte auch ihre Vornamen nennen, damit wir uns für immer an sie erinnern können. Lea bleibt in unseren Gedanken – für lange Zeit.
Parmenion

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