Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, hat in einem Gespräch mit dem republikanischen Senator Ted Cruz sowie in mehreren Beiträgen auf der Plattform X (ehemals Twitter) die Demokraten scharf kritisiert. Er wirft ihnen vor, illegale Migration gezielt zu fördern und Sozialbetrug zu dulden, um sich neue, politisch abhängige Wählergruppen zu sichern. Musk bezeichnet dies als „Wählerkauf“ und spricht von einer bewussten Umformung des politischen Systems der USA.
Laut Musk gehe es nicht um soziale Hilfe, sondern um Macht. Er behauptet, dass jährlich 600 bis 700 Milliarden Dollar durch Betrug und Missbrauch staatlicher Programme verloren gingen. Diese Zahlen sind jedoch nicht durch unabhängige Quellen belegt und sollten kritisch hinterfragt werden.
Der Fall „Feeding Our Future“ in Minnesota
Ein zentraler Bezugspunkt von Musks Kritik ist der Sozialbetrugsskandal im US-Bundesstaat Minnesota. Unter dem Namen „Feeding Our Future“ wurden rund 250 Millionen Dollar aus einem staatlich finanzierten Kinderernährungsprogramm veruntreut. Laut Berichten der Ermittlungsbehörden wurden 78 Personen angeklagt, von denen viele aus der somalischen Community stammen. Dieser Aspekt hat die Debatte zusätzlich politisch aufgeladen.
Wie die „Star Tribune“ berichtet, handelt es sich um einen der größten bekannten Fälle von Sozialbetrug in den USA. Die Ermittlungen wurden auf weitere Programme wie Autismus-Hilfsprojekte und Kinderbetreuungszentren ausgeweitet. Videos, die leerstehende Einrichtungen und falsche Adressen zeigen, haben die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall gelenkt.
Politische Instrumentalisierung und Kritik
Musk sieht in Minnesota ein Modell für ähnliche Strukturen in anderen Bundesstaaten wie Ohio, Pennsylvania und Virginia. Er warnt davor, dass diese Praktiken in Swing States die Wahlergebnisse dauerhaft beeinflussen könnten. Kritiker werfen Musk jedoch vor, die Vorwürfe zu instrumentalisieren, um politische Gegner zu diskreditieren.
Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat die Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von einer politischen Kampagne. Gleichzeitig stufen Ermittler mehrere Programme als „Hochrisiko-Fälle“ ein, was die Brisanz der Situation unterstreicht.
Credits: APA
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